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Ostholstein Bauvorhaben gerät ins Straucheln
Lokales Ostholstein Bauvorhaben gerät ins Straucheln
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20:17 21.07.2016

Deutlich höhere Kosten drohen in Neustadt ein Bauvorhaben ins Straucheln zu bringen. Die beiden an der Oldenburger Straße geplanten Gebäude könnten rund 930

000 Euro teurer werden als ursprünglich geplant. Die Häuser sollten nach dem „Kieler Modell“ errichtet werden, das eine Nutzung zunächst für die Unterbringung von Flüchtlingen vorsieht, später dann aber für den sozialen Wohnungsbau genutzt werden könnte.

Ein Aufzug soll Barrierefreiheit garantieren, Photovoltaikanlagen sollen langfristig Energiekosten senken. Hinzu kommt, dass eine Auftragsvergabe durch die Stadt nicht – wie ursprünglich angenommen – freihändig vergeben werden kann, sondern per öffentlicher Ausschreibung erfolgen muss. All das kostet die Stadt jedoch Geld.

Für die Stadt als Bauherrin haben sich darüber hinaus die Rahmenbedingungen verändert.„Bauen Sie mal einfach los“, habe es aus Kiel zur Zeit des Flüchtlingsansturms geheißen, erinnerte Bürgermeisterin Tordis Batscheider (SPD) im Hauptausschuss. Jetzt, wo der Druck nicht mehr so groß sei, würden dagegen viele Anreize wegfallen.

Batscheider warnte indes davor, die Bauprojekte aufgrund des nachlassenden Flüchtlingszustroms aufzugeben. Nach wie vor benötige die Stadt dringend sozialen Wohnraum für Menschen mit niedrigerem Einkommen. „Ich suche seit Jahren vergeblich nach einem Investor für den sozialen Wohnungsbau“, warnte die Bürgermeisterin davor, von dem Vorhaben zurückzutreten. Norbert Kahl (SPD) mahnte: „Wir bauen hier eben nicht nur für Flüchtlinge, sondern auch für die heimische Bevölkerung.“ Hermann Grewe (SPD) gab zu bedenken, dass der Flüchtlingszustrom noch lange nicht beendet sei. Die Investitionsbank Schleswig-Holstein hatte laut Bauamtsleiterin Antje Weise der Stadt bescheinigt, dass selbst bei höheren Baukosten der Betrieb der „Kieler Modell“- Häuser noch wirtschaftlich sei.

Für den ersten Stadtrat Friedrich-Karl Kasten (CDU) haben sich aufgrund der veränderten Kosten die Rahmenbedingungen grundsätzlich verändert: „Im Hinblick auf die jetzigen Zahlen ist das ein ganz normales Bauprojekt im sozialen Wohnungsbau – und das können Private deutlich besser.“ Sein Antrag auf weitgehende Einstellung der Planung wurde jedoch bei Stimmengleichheit abgelehnt.

tk

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