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Ostholstein Behnk: Die Urlauber an der Küste fehlten auf der Gartenschau
Lokales Ostholstein Behnk: Die Urlauber an der Küste fehlten auf der Gartenschau
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21:19 06.10.2016

Zwei bis vier Mal im Jahr tagt der der IHK-Wirtschaftsbeirat Ostholstein dort im Kreis, wo sich gerade Interessantes tut. Gestern lockten die beendete Landesgartenschau (LGS) und der neue Bürgermeister Carsten Behnk den Beirat unter Leitung des Bauunternehmers Thilo Gollan ins Eutiner Rathaus. Die Nachlese zur Gartenschau fiel positiv aus, es gab Beifall für den Mut der Stadt und ihre Infrastruktur-Investionen von 20 Millionen Euro. Das werde auch langfristig für einen Schub sorgen. Angesprochen wurde aber auch, was nicht ganz so lief wie erwartet.

So räumte Behnk mit Blick auf die rund 500 000 Besuche ein, dass es nicht gelungen sei, Urlauber von der Ostseeküste in großer Zahl nach Eutin zu lotsen. „Vielleicht war die Beratung, die wir da gehabt haben, nicht ganz zielführend“. Auch dass Hamburg beim Marketing zunächst ausgeklammert wurde, habe sich im Rückblick als unglücklich erwiesen. Die Elb-Hanseaten waren aufgrund der Erfahrungen mit der internationalen Gartenschau 2013 eher als Gartenmuffel eingestuft worden. Außerdem galt die Werbung in Hamburg als teuer. Ab August wurde versucht nachzusteuern, berichtete der Bürgermeister, was sich aber als schwierig erwies. Die Werbeflächen waren nun belegt.

Thomas Menke, Inhaber des Kaufhauses LMK, hielt fest: „Der Einzelhandel hat nicht profitiert, die Gastronomie enorm.“ Das im Vorfeld der LGS gezeichnete Bild einer Innenstadt voller Menschen sei nicht Realität geworden. Es habe sogar rückläufige Umsätze gegeben. Er setze nun auf die Nachhaltigkeit, darauf, dass Eutin attraktiver geworden ist. Gleichwohl hielt Menke unverblümt fest:

„Eutin ist von der Ostseeküste ganz eindeutig abgehängt worden.“ Die Badeorte bräuchten das Hinterland nicht mehr, die Urlauber blieben jetzt dort. Dank gut gefüllter Kassen könnten die Orte an der Küste immer mehr Aktivitäten und Attraktionen bieten, hieß es in der Runde, oft sogar kostenlos. Behnk vermutete sogar, das Angebot zur Gartenschau sei noch extra hochgefahren worden, um die Touristen zu halten. Katja Lauritzen vom Ostsee-Holstein-Tourismus (OHT) widersprach. Der Urlauber entscheide selbst, was ihm gefällt. Aus dem Kreis der etwa 20 Teilnehmer wurde der Wunsch nach stärkerer Vernetzung laut. Menke wünschte sich einen gemeinsamen Markenauftritt der Region und bedauerte: „Leider kriegen wir das nicht hin.“

pet

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