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Ostholstein Behnk hat das Stadtfest noch nicht abgeschrieben
Lokales Ostholstein Behnk hat das Stadtfest noch nicht abgeschrieben
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22:12 28.02.2017

Bürgermeister Carsten Behnk (parteilos) hat das Eutiner Stadtfest mit Großflohmarkt in diesem Jahr noch nicht abgehakt. Zwar sei die Stadtverwaltung „sehr erschüttert und verwundert“ über die Art der Diskussion, die der bisherige Veranstalter Helge Nickel gewählt habe. „Es gibt Grenzen, was man sich sagen lassen muss“, sagte Behnk gestern in einem Pressegespräch, fügte aber zugleich hinzu: „Ich bin der Letzte, der nicht bereit wäre, auf Helge Nickel zuzugehen.“ Wenn dieser eine Zukunft für das Fest sehe, würde er ihm Kredit gewähren. Behnk verwies aber darauf, dass sich inzwischen sechs weitere Interessenten, die ähnliche Veranstaltungen andernorts organisieren, gemeldet hätten. Im Rathaus werde jetzt geprüft, ob der Großflohmarkt 2017 noch zu realisieren sei oder ob künftig ein völlig neu konzipiertes Fest steigen soll. „Das Fass ist offen“, meinte Behnk und ließ Sympathie für etwas Neues erkennen.

Nickel hatte mit seiner Agentur „kreativ + konkret“ seit 1989 den Eutiner Großflohmarkt auf die Beine gestellt und als Stadtfest vermarktet. Von der Stadt gab es zuletzt 6000 Euro Zuschuss für kulturelle Veranstaltungen und den Kinderflohmarkt. Am 10. Februar übermittelte Nickel der Stadt seine Absage der für den 19. und 20. August angesetzten Veranstaltung. Als Grund nannte er die verschärften Sicherheitsauflagen mit Mehrkosten von 20 000 Euro und die späte Übermittlung der Auflagen erst im Januar. Nickel verband das mit heftiger Kritik, die in der Bemerkung gipfelte, der Bürgermeister sei „entweder dämlich oder ein Autist“.

Behnk zeigte sich nicht nur über den Ton erstaunt, er lässt die Kritik auch in der Sache nicht gelten. Der mit Polizei, Feuerwehr und Ordnungsamt abgestimmte Orientierungsrahmen bei Veranstaltungen im Stadtgebiet beruhe auf Bundes- und Landesvorschriften und sei Anfang Dezember veröffentlicht worden. „Von professionellen Veranstaltern darf man erwarten, dass sie davon wissen.“ Bei Sicherheitsvorkehrungen gebe es keine dauerhaft geltenden Regeln, sie würden ständig an das allgemeine Risiko angepasst. Ein Sicherheitsdienst an den Bühnen sei eine Forderung der Polizei, ebenso die von Nickel abgelehnte Nummerierung der Stände. „Es könnte eine selbst beschriftete Pappkarte sein“, erläuterte Behnk. Auch die Kritik an der Stärke des Ordnungsdienstes relativierte er. „Ein Ordner pro 100 Besucher ist ein Richtwert. In Eutin würden wir deutlich weniger fordern.“

Der Bürgermeister unterstrich das große Interesse der Stadt an einer Fortsetzung des ebenfalls von Nickel organisierten Bluesfestes. Der Bürgermeister zeigte sich zugleich zuversichtlich, dass es auch künftig in Eutin einen bunten Veranstaltungsreigen geben wird. Mit der Landesgartenschau habe die Stadt gezeigt, was sie auf die Beine stellen könne. Etwas Neues sei jetzt etwa auf dem Bauhofgelände in Zusammenarbeit mit den Eutiner Festspielen geplant. pet

LN

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