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Ostholstein Bei Oster- und Maifeuern auf Tiere achten: Naturschutzbehörde erläutert die Regeln
Lokales Ostholstein Bei Oster- und Maifeuern auf Tiere achten: Naturschutzbehörde erläutert die Regeln
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22:14 23.03.2016

Im Frühling und gerade jetzt zu Ostern ist es Brauch, Schnittgut aus dem Garten und alte Weihnachtsbäume bei Oster- oder Maifeuern zu verbrennen. Doch was den Menschen erfreut, entwickelt sich für manche Tiere zu einer Tragödie. Die aufgeschichteten Holzhaufen laden gerade dazu ein, dort Unterschlupf und Nistmöglichkeiten zu suchen — und auch zu finden.

Die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Ostholstein gibt deshalb einige wichtige Hinweise im Umgang mit den Traditionsfeuern: Einige Tage vorher, spätestens jedoch am Vortag sollte der Holzhaufen einmal umgesetzt werden, damit Vögel und Kleinsäuger wie etwa Igel vertrieben werden.

Liegen zwischen dem Umsetzen und dem Entzünden des Feuers noch einige Tage, sollte an abstehenden Ästen und Zweigen Flatterband angebracht werden, um Vögel von einem neuen Nestbau abzuhalten.

Das Feuer sollte höchstens halbseitig und an der dem Wind zugewandten Seite entzündet werden, damit eventuell untergeschlüpfte Tiere noch eine Fluchtmöglichkeit haben. Es darf kein behandeltes Holz, Plastik oder ähnliches mit verbrannt werden. Mit dem Umsetzen des Holzhaufens wird auch erkennbar, ob vielleicht Umweltfrevler den Holzhaufen für ihre illegale Abfallentsorgung nutzen wollen.

Alle europäischen Vögel und Kleinsäuger sind nach dem Naturschutzrecht geschützt. Deren Tötung kann somit als Ordnungswidrigkeit verfolgt werden. „Bei Beachtung dieser Regeln, wird das Feuer zu einem unbeschwerten Gemeinschaftserlebnis“, sagt Joachim Siebrecht, Leiter des Fachdienstes für Naturschutz.

LN

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