Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Ostholstein Beirat will Neustädter Senioren aktivieren
Lokales Ostholstein Beirat will Neustädter Senioren aktivieren
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:27 11.02.2016
„Viele Menschen haben keine oder kaum soziale Kontakte.“ Eitel Pries, Vorsitzender
Sie wollen Menschen aus der Isolation locken, geistige und körperliche Bewegung fördern und ehrenamtliches Engagement stärken. Der Ende 2015 gewählte Neustädter Seniorenbeirat hat sich viel vorgenommen und mit einem umfangreichen Angebot durch. Erster Vorsitzender ist Eitel Pries, der bis vergangenen Sommer die Neustädter Tafel anführte.

Kontakt aufnehmen

Der Beirat verfügt über einen Internetseite. Die Adresse lautet www.seniorenbeirat-neustadt-holstein.de.

Der Vorsitzende Eitel Pries ist unter der Nummer 04561/ 558885 erreichbar. Wer sich für eine Veranstaltung anmelden möchte, findet alle Infos in den öffentlich ausliegenden Flyern.

„Der alte Beirat hat viele Aktivitäten zusammengestellt und viele der alten Helfer unterstützten uns weiterhin“, erläutert Pries. Neben dem monatlichen Seniorenfrühstück, welches von 60 bis 100 Personen besucht werde, gibt es weiterhin den Seniorentanztee, den Internet-Senioren-Treff, Wassergymnastik, Beratung für Pflegebedürftige und deren Angehörige, Volkslieder Singkreise, den Lese- und Literaturkreis sowie Spielegruppen. Darüber hinaus könnten bald neue Sportgruppen entstehen. „Wir überlegen in dem Bereich neue Angebote zu schaffen“, erläutert Pries. Hinzu kommen Tagesfahrten. So soll es unter anderem nach Eckernförde, ins Alte Land, zur Landesgartenschau nach Eutin, auf den Plöner See und zum Rostocker Weihnachtsmarkt gehen.

Bei all den Veranstaltungen könnte man meinen, dass der Zuspruch enorm wäre. Der Eindruck täuscht. Zwar gibt es eine rege Teilnehmerzahl, jedoch verharren viele ältere Menschen allein in ihrer Wohnung. Ein Problem, das den Seniorenbeiräten bekannt ist. Auch Eitel Pries weiß um die Isolation. „Wir wollen sie da rausholen. Viele Menschen haben keine oder kaum soziale Kontakte. Das habe ich schon bei der Tafel bemerkt“, erklärt der Vorsitzende. Pries vermutet, dass es „heute nicht mehr so Freundschaften gibt wie früher“. Auch habe die Familie eine andere Bedeutung. „An Weihnachten kommen alle zusammen und haben sich lieb. Den Rest des Jahres ist man auf sich gestellt“, formuliert er etwas überspitzt.

Hinzu komme, dass nicht jeder Bürger weiß, dass es den Beirat gibt und was dieser genau macht. Aus diesem Grund verschickt die Stadt einen Flyer mit einem erklärenden Infoschreiben an alle Neustädter, die 65 geworden sind. „Wir machen richtig Werbung, senden Pressemitteilungen, haben eine Internetseite und in fast allen öffentlichen Gebäuden liegt unser Programm aus“, so Pries. Er betont, dass sich Senioren unbedingt melden sollen, wenn sie ein Anliegen haben. Schließlich sei der Seniorenbeirat auch ins politische Geschehen der Stadt involviert. „Wir sind ein Sprachrohr“, macht Pries deutlich.

Sebastian Rosenkötter

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Nach 27 Jahren Vorsitz: Thomas Börke folgt auf Jürgen Heide.

11.02.2016

Einen Selbstverteidigungskursus bietet die Volkshochschule Heiligenhafen am Sonnabend und Sonntag, 13. und 14. Februar, an.

11.02.2016

Arbeitskreis hat über Radwegenetz, Strom-Tankstellen für Autos und ein Kataster für Ausgleichsflächen beraten — Nicht für alle gab es deutliche Zustimmung.

11.02.2016
Anzeige