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Ostholstein Bekannter Verkehrsexperte will Eutin auf die Sprünge helfen
Lokales Ostholstein Bekannter Verkehrsexperte will Eutin auf die Sprünge helfen
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21:24 08.11.2017
„Anderswo haben sich Stadtwerke im lokalen Busverkehr engagiert und waren damit erfolgreich. “Heiner Monheim Verkehrswissenschaftler

In Eutin hat Heiner Monheim 2012 einen Vortrag über „Perspektiven der Fahrradkommunikation“ gehalten. Der teils in Bonn, teils in Malente lebende Geograf, Stadtplaner und Verkehrsexperte nennt sich selbst „einen Grenzgänger zwischen Wissenschaft und Praxis“. Von 1995 bis August 2011 war er Professor für Angewandte Geografie, Raumentwicklung und Landesplanung an der Uni Trier. Er ist Mitbegründer und -inhaber des raumkom-Instituts für Raumentwicklung und Kommunikation. Monheims thematische Schwerpunkte sind Mobilität allgemein und speziell Fuß- und Radverkehr, öffentlicher Verkehr, Städtebau und Verkehr.

Nach dem Studium der im September von der Stadt herausgegebenen Broschüre „Wirtschaftsstandort Eutin“ fühlte sich Monheim „als engagierter Verkehrsentwicklungsplaner“ aufgerufen, Bürgermeister Carsten Behnk (parteilos) sowie Kerstin Stein-Schmidt und Kerstin Meyer von der Stabsstelle Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing auf einige darin enthaltene „Schwächen“ aufmerksam zu machen. „Diese Schwächen in Bezug auf Erreichbarkeit sind für unsere routinemäßige Einseitigkeit in Sachen Verkehr symptomatisch und passen nicht zu den aktuellen Herausforderungen von Klimapolitik und Förderung des Umweltverbundes“, sagt der Experte.

Er bemängelt, dass zwar im Vorwort noch auf die gute Erreichbarkeit Eutins auf Straße und Schiene verwiesen werde, aber das Bahnnetz auf einer Überblickskarte weitestgehend herausgefallen sei. Die wichtigsten Fernradwege fehlten – dabei steige die Bedeutung des Fahrradtourismus’. Monheim merkt auch an: „Der Hinweis auf das üppige Parkraumangebot ist nicht gerade autovermeidend.“ Eutin hat eine Stellplatzkapazität von 2300. „Die Innenstadt von Zürich mit 403000 Einwohnern bietet auch nur 2400 öffentliche Stellplätze.“ Er hätte das Thema „Gehen in die Innenstadt“

vorangestellt, schließlich sei Eutin eine Stadt der kurzen Wege, schreibt Monheim, dem auch Hinweise auf die gute Fahrraderreichbarkeit des Zentrums fehlen. Und schließlich: das „leider primär regional ausgelegte Busangebot in Eutin“, das „weit unter dem Level ist, den man erwarten sollte“. Eutin habe innovative Stadtwerke, stellt Heiner Monheim fest. „Anderswo haben sich klein- und mittelstädtische Stadtwerke kreativ im lokalen Busverkehr engagiert und waren damit sehr erfolgreich.“

Aus dem Rathaus heißt es: „Wir schätzen das Fachwissen von Herrn Monheim, der ja auch Juror beim Innenstadt-Wettbewerb gewesen ist, und werden uns mit ihm in Verbindung setzen.“

Von Ulrike Benthien

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