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Ostholstein Belt-Trasse für 1,5 Milliarden
Lokales Ostholstein Belt-Trasse für 1,5 Milliarden
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22:16 16.03.2016

Die Schienenanbindung des geplanten Fehmarnbelt-Tunnels wird im Entwurf für den neuen Bundesverkehrswegeplan mit maximal Tempo 160 gelistet. Das entspricht dem Mindeststandard, wie er im Staatsvertrag mit Dänemark vereinbart ist. Die Kosten werden mit gut 1,5 Milliarden Euro angegeben.

Mit der Festschreibung von Tempo 160 sind für das Bundesverkehrsministerium Überlegungen, die zum Teil als völlig neue Trasse geplante Verbindung auf höhere Geschwindigkeiten auszulegen, vom Tisch.

Auch aus dem Ministerium selbst hatte es in der Vergangenheit solche Signale gegeben.

Für die Kommunen entlang der Gleise hat das Folgen. Bis Tempo 160 muss die Bahn nicht kreuzungsfrei bauen, Übergänge sind möglich. Wollen Kommunen stattdessen einen Tunnel oder eine Brücke, können sie an den Kosten beteiligt werden.

„Wenn es bei Tempo 160 bleibt, werden wir alles tun, um die Kommunen von Kosten freizuboxen“, sagte die Ostholsteiner SPD-Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn, Berichterstatterin für Verkehr im Haushaltsausschuss. Hagedorn bezog dabei ihren CDU-Kollegen Norbert Brackmann aus Lauenburg mit ein. Die SPD-Politikerin verwies zudem darauf, das bis zum Sommer eine Änderung des Eisenbahnkreuzungsgesetzes in Bezug auf europäische Verkehrskorridore geplant sei. Auch das werde helfen, die Kommunen von Kosten frei zu halten.

Die Kosten für den zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke zwischen Bad Schwartau und Puttgarden werden in dem Entwurf von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) mit knapp 1,52 Milliarden Euro beziffert. Enthalten sind darin eine zweigleisige Fehmarnsundbrücke, eine elektrifizierte Stichstrecke nach Burg, eine eingleisige Neubaustrecke nach Neustadt sowie neue „Verkehrsstationen“ in Timmendorfer Strand, Scharbeutz, Haffkrug, Lensahn, Oldenburg, und Großenbrode.

Hagedorn rügte den Kostenansatz von 1.5 Milliarden Euro als viel zu niedrig angesetzt. Es dürften mindestens 500 Millionen Euro mehr werden. Trotz der zu niedrig taxierten Kosten erreiche der Ausbau der Schienenverbindung zwischen Hamburg und Puttgarden nur einen Kosten-Nutzen-Faktor von 1,7. Dennoch solle das Vorhaben im vordringlichen Bedarf landen.

Im Zusammenhang mit dem geplanten Belttunnel steht auch das zweite, im neuen Bundesverkehrswegeplan enthaltene Projekt in Ostholstein: der Ausbau der B 207 zwischen Puttgarden und Heiligenhafen-Ost.

Es ist kein neues Vorhaben, sondern ein „laufendes und fest disponiertes Projekt“. Für die 21 Kilometer sind Kosten von 249,4 Millionen Euro veranschlagt. pet

LN

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