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Ostholstein Beltretter: Tourismus fällt ins Koma
Lokales Ostholstein Beltretter: Tourismus fällt ins Koma
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20:24 17.01.2017

Düstere Szenarien malen die Beltretter. Der Tourismus in Ostholstein und vor allem auf Fehmarn werde unter dem Bau des Fehmarnbelt-Tunnels massiv leiden und drohe für etwa zehn Jahre „regelrecht ins Koma zu fallen“, so Sprecherin Karin Neumann. Damit reagierte sie auf die vom Ostsee-Holstein Tourismus (OHT) in Auftrag gegebene Studie zu den Auswirkungen des Belttunnels auf den Tourismus im Norden.

Ihre Schlussfolgerung: Viele Touristen würden insbesondere Fehmarn meiden. Die Tagesausflügler, die kämen, um die Baustelle zu sehen, würden nicht über Nacht bleiben und sich ihr Essen und Trinken eher selbst mitbringen. Als Gründe für das Wegbleiben von Touristen nannte Neumann unter anderem Baulärm, die starke Veränderung des Landschaftsbildes und die Eintrübung der Ostsee durch jahrelange Baggerarbeiten.

Allein Fehmarn – die Insel stelle 20 Prozent der Bettenkapazitäten Ostholsteins – wäre für Jahre kaum noch erreichbar. Karin Neumann: „Die wenigen Vermieter, Restaurants, Supermärkte, die diese zehn Jahre wirtschaftlich überleben, müssten dann feststellen, dass nach Tunnel-Fertigstellung keine belebenden Impulse von der festen Beltquerung ausgehen. Das ist das Ergebnis dieser Studie, wenn man sie richtig liest.“ Florian Bumm von den Beltrettern: „Ostholsteins Landrat Sager und Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Meyer haben in der Pressekonferenz zur Studie versucht, eine Giftpille mit Zuckerguss zu überziehen.“ gjs

LN

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