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Ostholstein Beltsamariter im Finale beim bundesweiten Ehrenamtspreis
Lokales Ostholstein Beltsamariter im Finale beim bundesweiten Ehrenamtspreis
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20:31 21.10.2013
Jörg Bochnik vom ASB. *Foto: gl
Heiligenhafen

Der Fehmarnbelt trennt Dänemark und Deutschland — aber nicht im Ehrenamt. Denn der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) und die Dansk Folkehjælp haben über die Meerenge hinweg das Projekt „Beltsamariter“ gestartet. Jetzt steigt die Chance, damit weit über die Region hinaus Aufmerksamkeit zu erregen.

Bundesweit haben sich mehr als 140 Projekte für den wichtigsten Ehrenamtspreis im Bevölkerungsschutz — die „Helfende Hand“ — beworben. Der ASB Heiligenhafen und 15 weitere Projekte, die inzwischen für das Finale nominiert wurden, können auf den Sieg in einer der drei Kategorien hoffen. Mit dem engagierten Projekt für eine bessere Zusammenarbeit zwischen dänischen und deutschen Freiwilligen sind die Ehrenamtlichen in der Kategorie „Innovative Projekte“ nominiert worden. Die Verleihung findet am 18. Dezember in Berlin statt.

Im Rahmen einer Online-Abstimmung über die 16 Projekte kann zusätzlich zum Förderpreis der ebenfalls vom Bundesinnenministerium ins Leben gerufene Publikumspreis errungen werden. „Jeder kann damit selbst zum Juror werden“, so Jörg Bochnik vom Ortsverein Heiligenhafen. Die „Grenzenlose Kooperation“ des ASB ist übrigens das einzige für die „Helfende Hand“ nominierte Projekt aus den nördlichen Bundesländern.

Seit fünf Jahren werden durch die „Helfende Hand“ Ideen und Konzepte ausgezeichnet, die das Interesse der Menschen für ein ehrenamtliches Engagement wecken. Außerdem werden Unternehmen gewürdigt, die den ehrenamtlichen Einsatz ihrer Mitarbeiter besonders unterstützen. Die 16 nominierten Projekte hat eine Jury unter Vorsitz des Bundesministers des Inneren ausgewählt. Alle neun Juroren sind Fachleute aus den im Bevölkerungsschutz aktiven Organisationen, als Paten stehen die Vizeweltmeisterin im Kanusport, Caroline Leonhardt, und der neue Weltmeister im Kugelstoßen, David Storl, bereit.

Die Verleihung findet am 18. Dezember in der Vertretung des Freistaates Bayern beim Bund in Berlin statt.

Mit dem Projekt „Beltsamariter“ wollen die deutsch-dänischen Partner die ehrenamtliche Zusammenarbeit ihrer Verbände verbessern und den Menschen in der Fehmarnbeltregion eine Möglichkeit bieten, die eigene Freizeit sinnvoll zu gestalten.

Eine grundlegende Säule des Projekts sind die Sprachkurse: Die dänischen Teilnehmer erlernen die deutsche Sprache, die deutschen die dänische Sprache. Zudem vermitteln die ehrenamtlichen Lehrer wertvolles Wissen über Land und Leute in den Nachbarnationen. Gemeinsam erstellen Referenten und Teilnehmer ein Deutsch-Dänisches Wörterbuch für den Bereich des Sanitäts- und Besuchsdienstes, das die Verständigung untereinander vereinfachen soll.

Gerüstet mit Sprachkenntnissen und einem gewachsenenVerständnis für die nachbarliche Kultur geht es in die gemeinsame Fachausbildung — entweder im Sanitätsdienst oder im Besuchsdienst für ältere und/oder gehandicapte Menschen. Im Anschluss an die Ausbildungskurse vertiefen die Teilnehmer das Gelernte bei gemeinsamen Einsätzen, Übungen und Diensten in beiden Ländern. Unter anderem haben sie bereits den Sanitätsdienst bei Dänemarks größtem Autotreffen übernommen.

Publikumspreis per Online-Voting: ASB gut im Rennen
Beim Publikumspreis bittet der ASB um Unterstützung für die Beltsamariter. Ob einzelne Bürger, aber auch Firmen, Vereine oder Organisationen: Sie können für das Projekt „Grenzenlose Kooperation“ unter www.helfende-hand-foerderpreis.de abstimmen.

Mit 537 Stimmen lagen die Beltsamariter gestern Nachmittag noch gut im Rennen auf Platz fünf. Spitzenreiter war das Projekt „Zusammen in die Zukunft“ (ein Netzwerk von ASB, DLRG , DRK, Johanniter und Malteser aus Augsburg) mit 1281 Stimmen.

Gerd-J. Schwennsen

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