Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Ostholstein Belttunnel: Infocenter in Marienleuchte rückt näher
Lokales Ostholstein Belttunnel: Infocenter in Marienleuchte rückt näher
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:21 01.04.2016

Das historische Leuchtturm-Gebäude in Marienleuchte von 1832, entstanden in Fehmarns dänischer Zeit, erwacht wieder aus seinem Winterschlaf. Es steht unter Denkmalschutz — und soll vor dem Verfall gerettet werden. Ein Rettungsanker rückt näher: Femern A/S und das Fehmaraner Unternehmen Marienleuchte GbR gehen zukünftig gemeinsame Wege. Sie sind jetzt eine Partnerschaft eingegangen.

Zur Galerie
Erste Entwürfe von Planerin Brit Kempe für die Info- und Edutainment-Pläne auf dem Leuchtturmgelände Marienleuchte: Das historische Gebäude von 1832 (unten r.) soll gerettet werden. Das Info-Centrum Rødby nutzt ein ehemaliges Schiffswerft-Gebäude (unten l.)

Ihr Ziel ist klar umrissen. Beide Unternehmen möchten genau an diesem symbolträchtigen Ort der deutsch- dänischen Geschichte und dazu mit direktem Blick auf den Fehmarnbelt ein attraktives Info-Zentrum schaffen. Es soll Besucher während der Bauarbeiten näher an das Jahrhundertprojekt Belttunnel heranbringen. Außerdem sind während der Bauphase und der späteren Betriebsphase Büros und Aktivitäten auf dem Leuchtturmgrundstück geplant.

Das Interesse von Femern A/S ist groß. Denn in Kopenhagen wird erwartet, dass die Bauphase viele einheimische und internationale Besucher anziehen. Und als Nachbargrundstück zur zukünftigen Baustelle sei das Leuchtturmgelände ideal für Informationsaktivitäten geeignet.

Gleichzeitig forciert die Marienleuchte GbR mit den Investoren Holger Micheel- Sprenger und Martin Stolz junior in enger Abstimmung mit den Behörden ihre Pläne für ein umfangreiches Betreiberkonzept auf dem gesamten Leuchtturmgrundstück. Geplant ist, das Areal touristisch zu entwickeln und auch nach der Eröffnung des Belttunnel zu betreiben.

Geschäftsführer Micheel-Sprenger: „Durch ein innovatives Konzept wollen wir die Infrastruktur für Information, Edutainment, Freizeit und Tourismus in einer einzigartigen Naturumgebung kombinieren.“ Bei einer ersten Präsentation im Oktober gingen die Investoren davon aus, ihr Projekt in einem Zeitraum von 15 bis 20 Jahren zu realisieren.

Der Vorstandsvorsitzende von Femern A/S, Claus F. Baunkjær, kommentierte: „Wir wollen, dass die Insel so viel wie möglich vom Fehmarnbelt-Tunnel profitiert.“ Zugleich dankte er Fehmarns Regionalmanagerin Dr. Johanna Heitmann für ihre vermittelnde Tätigkeit.

Als Erstes wollen die beiden Partner eine Anlaufstelle in unmittelbarer Umgebung der künftigen Baustelle schaffen. Denkbar wären eine Aussichtsterrasse mit Informationstafeln sowie ein Präsentationsraum für Schulklassen und andere kleinere Gruppen. Nach der deutschen Genehmigung des Tunnelprojektes könnte die Einrichtung eines Ausstellungszentrums im alten Leuchtturm während der Zeit der Bauarbeiten folgen. Das Vorhaben orientiert sich an den Ideen der Stadt Fehmarn, des Tourismus-Service Fehmarn, des Kreises Ostholstein sowie des Kieler Wirtschafts- und Verkehrsministeriums für ein nachhaltiges touristisches Entwicklungskonzept in der Region Puttgarden/Marienleuchte.

Beenden würde es das beengte Provisorium in der alten Burger Schulturnhalle. Sie ist vor allem bei Urlaubern beliebt. Ulrike Schenka (Femern A/S): „Kurios und schade, es gibt Fehmaraner, die fahren lieber zum Info- Center Rødby, weil dort der Nachbar sie nicht sieht.“

Von Gerd-J. Schwennsen

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

37 der 43 Mitglieder haben 16 000 Euro Grundkapital eingebracht — Bürgerstiftung Ostholstein ist Trägerin — Eutiner „Löwen“ hoffen auf testamentarische Verfügungen.

01.04.2016

Arbeitslosenquote ging in Ostholstein um 0,9 Prozentpunkte auf 6,6 Prozent zurück.

01.04.2016

Mit Sarkasmus hat das Oldenburger Gut Kremsdorf auf einen Einbruch in der Nacht zu gestern reagiert.

01.04.2016
Anzeige