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Ostholstein Benz: Junger Mann ertrank in ehemaligem Güllebehälter
Lokales Ostholstein Benz: Junger Mann ertrank in ehemaligem Güllebehälter
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22:16 29.03.2016
Die Rettungshundestaffel des DRK Göhl (Archivbild) half in Benz bei der Suche. Foto*: Lothert
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Benz

Ein Dorf trauert: In der Nacht zum Ostersonntag ist der 19-jährige Florian U. aus Benz nach einem Scheunenfest verschwunden und ums Leben gekommen. Er ertrank in einem mit Wasser gefüllten Güllebehälter und wurde erst am Ostermontag im Laufe des Vormittags gefunden. Zuvor hatte es eine groß angelegte Suchaktion von Feuerwehr und Rettungshundeführern gegeben.

„Basca“, eine Bluthündin, ist eine der seltenen Mantrailer-Hündinnen Norddeutschlands, hier beim Training mit Julia Schaak. Quelle: Binder

„Nach dem bisherigen Ermittlungsstand gehen wir von einem Unfall aus.“Dierk Dürbrook,

Polizeisprecher

Die Polizei geht nach ihren bisherigen Ermittlungen davon aus, dass der junge Mann Opfer eines Unglücksfalls geworden ist.

Scheunenfest und Osterfeuer: Es sollte ein fröhlicher Abend werden, den die Feuerwehr Benz organisiert hatte. Doch für einen jungen, gerade erst 19 Jahre altgewordenen Feuerwehrmann endete die Nacht nach dem Fest tödlich. 24 Stunden später teilte eine Verwandte auf Facebook mit, dass Florian U. verschwunden sei und gesucht werde. Er sei seit Sonnabendabend nicht mehr gesehen worden. Das bestätigte gestern auch die Polizei. Am Montagmorgen wurde der junge Mann dort offiziell vermisst gemeldet. Er sei Sonntagmorgen nicht nach Hause gekommen, teilten seine Angehörigen den Beamten mit.

Der Benzer Ortswehrführer Harry Berg wandte sich mit der Bitte um Unterstützung und Beratung an den Malenter Gemeindewehrführer Bernd Penter. Der stellte sofort einen großen Suchtrupp zusammen. Unter den Augen der Angehörigen des Vermissten machten sich 105 Feuerwehrleute und zwei Rettungshundestaffeln daran, Benz und Umgebung zu durchkämmen. „Entlang der Hauptstraße haben wir uns mit drei bis fünf Meter Abstand aufgestellt und sind dann ins Gelände hinein“, so Penter.

Zur gleichen Zeit nahmen die Hundeführer mit ihren Tieren die Suche auf. Die Rettungshundestaffel des DRK Göhl war ebenso im Einsatz wie die Rettungshundestaffel SH-Ost. Die hatte drei Flächenhunde mitgebracht, die jede Art der menschlichen Witterung aufnehmen, berichtete der Sprecher der Hundestaffel, Axel Schaak. Außerdem suchte einer der wenigen Mantrailer-Hunde Norddeutschlands, die Bluthündin „Basca“, mit Hundeführerin Julia Schaak nach dem Vermissten. „Basca“ verfolgte dessen Spur, nachdem sie an einem Kleidungsstück von Florian U. geschnüffelt hatte. Und so führte der Hund seine Hundeführerin schnell zu dem ehemaligen Güllebehälter, in dem Florian U. lag. Da hatten die Feuerwehrleute ihren Kameraden bereits entdeckt und standen stumm am Güllebehälter.

Wie der junge Mann zu dem Behälter kam, der auf Privatgelände liegt, und warum er hinein stürzte, ist unklar. Der Wasserspiegel befindet sich etwa zweieinhalb Meter unterhalb des Randes, das Wasser ist etwa einen Meter tief. Der Behälter ist von einem einen Meter hohen Zaun umschlossen.

Gemeindewehrführer Bernd Penter hielt eine kurze Ansprache und gedachte des Toten. Außerdem sorgte er für die notfallseelsorgerische Betreuung der Angehörigen und der Feuerwehrleute.

Von Susanne Peyronnet

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