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Ostholstein Berlin lässt Zuglärm prüfen
Lokales Ostholstein Berlin lässt Zuglärm prüfen
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20:10 04.07.2013
Oldenburg

Die Schienenanbindung des Belttunnels durch Ostholstein soll zu einem Modellprojekt zur Reduzierung von Schienenverkehrslärm werden. Einen entsprechenden Prüfauftrag hat der Bundestag auf Initiative mehrerer CDU- und FDP- Bundestagabgeordneter, darunter auch der ostholsteinische CDU-Abgeordnete Ingo Gädechens, beschlossen. Für die SPD kritisierte die Kasseedorfer Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn den Antrag als „Showantrag“ und enthielt sich mit ihrer Fraktion.

„Es ist mein Anliegen, die Bundesregierung zu weiterer Unterstützung zu verpflichten“, sagt Gädechens. Die berechtigten Forderungen der Anwohner der Schienenanbindung müssten von den Verantwortlichen aufgenommen werden. Mit dem Beschluss werde die Bundesregierung nun auch aufgefordert, eine Tunnellösung für den Fehmarnsund zu prüfen. „Wir wissen nicht erst seit gestern, welche Belastungen auf die Menschen durch die Beltquerung zukommen können“, so Gädechens gegenüber den LN. Daher sei es wichtig, die Interessen der Region frühzeitig in den Planungen zu berücksichtigen. Dazu gehöre auch der berechtigte Wunsch nach einer bestmöglichen Trassenvariante, aber auch die Anerkennung der Bedeutung des Tourismussektors für Ostholstein, so Gädechens.

Die SPD-Abgeordnete Hagedorn warf der Regierungskoalition eine „chronische Vernebelungsstrategie“ vor. Außerdem kritisierte sie Mehrkosten durch eine mögliche Verwirklichung einer 2+1-Trasse. Auch ein Sundtunnel als Ersatz für die künftig nicht ausreichende Sundbrücke als „einzig sinnvolle Lösung“ müsse mit zusätzlichen Kosten von mindestens 500 Millionen Euro kalkuliert werden. Dies sei allerdings nicht im Haushalt abgesichert. Damit sei der Antrag von CDU und FDP „warme Worte und sonst nichts“. Ingo Gädechens konterte die Kritik und warf Hagedorn Untätigkeit vor. Die Opposition mache es sich zu einfach. „Das Engagement anderer Abgeordneter zu kritisieren, selber aber keine Vorschläge einzubringen, ist einfach nur billig und soll von der eigenen Untätigkeit ablenken“, sagte Gädechens.

LN

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