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Ostholstein Beschluss: Aktionsplan Inklusion
Lokales Ostholstein Beschluss: Aktionsplan Inklusion
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20:16 27.06.2016

Die Stadt Heiligenhafen geht den nächsten Schritt, um eine inklusive Kommune zu werden. Bei der jüngsten Stadtvertretersitzung beschloss die Politik den von der Stadt erarbeiteten Aktionsplan „Inklusion“, der auf der EU-Behindertenkonvention fußt.

„Die Voraussetzungen in Heili- genhafen sind sehr gut.“ Dr. Axel Zander, Behindertenbeauftragter

Das 2006 von der UNO-Generalversammlung in New York verabschiedete und seit 2009 in Deutschland geltende Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-Behindertenrechtskonvention, BRK) ist ein völkerrechtlicher Vertrag, der die Rechte der Menschen mit einer Behinderung neu regelt. Sie stellen immerhin mit zehn Prozent und 650 Millionen Menschen die größte Minderheit der Weltbevölkerung.

Der Behindertenbeauftragte der Stadt Heiligenhafen, Dr. Axel Zander, erläutert: „Im Gegensatz zu früheren Haltungen der Behindertenpolitik hebt die Konvention auf das Leitbild der Inklusion ab, bei der es nicht mehr darum geht, zuvor Ausgegrenzte zu integrieren, sondern vielmehr jetzt allen Menschen von Beginn an die Teilnahme an allen gesellschaftlichen Aktivitäten auf allen Ebenen und in vollem Umfang zu ermöglichen.“

Am Aktionsplan der Warderstadt wirkten die Stadtmanagerin Sandra Hamer, der Kooperationspartner Lebenshilfe Ostholstein sowie Bürger und Gäste in Arbeitsgruppen mit. In dem Aktionsplan formuliert sind Grundsätze und Leitlinien, Handlungs- und Politikfelder. Es geht aber auch um die Themenfelder Wohnen (Barrierefreiheit), Bildung und Erziehung, Werte sowie Freizeit und Kultur.

Zander ist zuversichtlich, dass der Plan auch umsetzbar ist: „Die Voraussetzungen hierfür sind meiner Einschätzung nach absolut gegeben, weil der Aktionsplan knapp und griffig formuliert ist, weil die gesetzlich vorgeschriebenen Anlauf- und Koordinierungsstellen in der Stadtverwaltung benannt sind, weil der Seniorenbeirat und der Beauftragte für Menschen mit Behinderung in die Umsetzung einbezogen werden.“ Zanders Vorschlag, den Plan jährlich anzupassen, wurde von der Politik verworfen. Dies soll alle drei Jahre geschehen.

Inklusion ist bei vielen Kommunen Ostholsteins aktuell, ebenso wie beim Kreis, der vor vier Monaten seinerseits einen Aktionsplan Inklusion verabschiedete.

Peter Mantik

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