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Ostholstein Besondere Geschichten: „Schatzkarte“ für den Nordkreis
Lokales Ostholstein Besondere Geschichten: „Schatzkarte“ für den Nordkreis
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20:16 18.03.2016
Neustadts Museumsleiter Frank Wilschewski (Foto) und die weiteren Mitglieder einer Arbeitsgruppe haben eine Karte voller Geheimnisse entwickelt.

Was lange währt . . . Die Binsenweisheit wurde gestern mehr als einmal bemüht, als das Projekt „Abenteuer Ostholstein“ im Oldenburger Gewerbezentrum vorgestellt wurde — eine Art Schatzkarte, die auf Orte im Nordkreis mit einer besonderen Geschichte hinweist. Unter dem Titel „Das Geheimnis der Steine“ sind dort weniger bekannte Anekdoten und überlieferte Sagen zusammengefasst. 2008 haben die Vorbereitungen begonnen — jetzt fiel der offizielle Startschuss.

Initiatoren stellen Projekt „Abenteuer Ostholstein“ vor — Acht Jahre lang haben Museumsvertreter und Touristiker am Konzept gefeilt.

„In zwei Jahren feiern wir Zehnjähriges“, scherzt Oldenburgs Kulturmanager Michael Kümmel, der das Projekt zusammen mit weiteren Mitgliedern einer Arbeitsgruppe entwickelt hat. Beteiligt waren vor allem Vertreter der verschiedenen Museen; das Ziel war es, mehr Besucher zu generieren. „Wir wollten ein Zusammenspiel von Drinnen und Draußen schaffen“, erzählt Frank Wilschewski, Leiter des Neustädter Zeittor-Museums, „aber nicht einfach nur Infotafeln aufstellen, wie es sie überall gibt.“ Stattdessen seien sie auf der Suche nach außergewöhnlichen Geschichten gewesen, nach Anekdoten, die auch vielen Einheimischen neu sein dürften.

Das Ergebnis: Aus Vorschlägen der Museumsvertreter wie auch aus der Bevölkerung wurden 28 „Geheimnisse“ ausgewählt, die Neugierige nun lüften können — entweder mit einer Reise zu den jeweiligen Koordinaten oder mithilfe der interaktiven Karte im Internet (siehe Infotext). Je nach persönlichem Interessengebiet können die Schatzsucher aus vier Themenfeldern wählen: „Mord und Totschlag“, „Götter und Sagen“, „Macht und Schicksal“ sowie „Liebe und Leidenschaft“. Dahinter verbergen sich Erklärungen für Phänomene wie „den wachsenden Turm auf dem Bungsberg“ oder für „den Mann, der lebend einem Grab entkam“. Auch das Rätsel um die „Hundepfote im Kremper Tor“ wird entschlüsselt, und man erfährt, was „drei Jungfern“ in der Gruber Kirche zu suchen haben. . .

Das Projekt habe nur durch eine breite Beteiligung umgesetzt werden können, lobt Oldenburgs Bürgermeister Martin Voigt (parteilos). Die Stadt hat die Trägerschaft dafür übernommen. Hätten sich nicht so viele Menschen bereit erklärt, aus dem Nähkästchen zu plaudern, „wären viele der Geheimnisse Geheimnisse geblieben“, so Voigt.

Michael Kümmel hofft, dass noch weitere spannende Geschichten dazu kommen. Auch wenn es acht Jahre gedauert habe, bis das Projekt vorgestellt wurde, „ist heute erst der Anfang“, betont er. Jetzt gelte es, das „Abenteuer Ostholstein“ lebendig zu halten und stetig weiter zu entwickeln. Die Beteiligten sind sich einig, dass die Voraussetzungen dafür schonmal stimmen: „Geheimnisse gibt es noch viele.“

Geheimnis lüften

80 000 Euro hat das Projekt gekostet. Finanziert wurde das Ganze vorwiegend über Mittel aus der Aktivregion Wagrien- Fehmarn sowie der Sparkassen und deren Stiftung.

13 Museen beteiligen sich am Projekt „Das Geheimnis der Steine — Abenteuer Ostholstein“. 28 Orte mit ungewöhnlichen Geschichten können Neugierige mithilfe einer Art Schatzkarte entdecken. Ziel ist es, Touristen und Einheimische darüber auch für die verschiedenen Ausstellungen in den Museen zu begeistern.

• Alle Infos gibt‘s unter www.abenteuer-ostholstein.de

Von Jennifer Binder

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