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Ostholstein Bestandsaufnahme der Politik an der Sundbrücke
Lokales Ostholstein Bestandsaufnahme der Politik an der Sundbrücke
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21:03 17.11.2016
Steht der festen Fehmarnbeltquerung kritisch gegenüber wie auch der Deutschen Bahn im Zuge des Erhalts und der Instandsetzung der Sundbrücke: Herbert Behrens (Die Linke).  Quelle: Peter Mantik

Wie gut oder schlecht ist der Zustand der Fehmarnsundbrücke wirklich? Zu dieser Frage gab es gestern einen Ortstermin mit hochrangigen Politikern am „Kleiderbügel“, Fehmarns berühmtem Wahrzeichen.

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Steht der festen Fehmarnbeltquerung kritisch gegenüber wie auch der Deutschen Bahn im Zuge des Erhalts und der Instandsetzung der Sundbrücke: Herbert Behrens (Die Linke). FOTOS: PETER MANTIK (2)

INVESTITION

10 Millionen Euro will die Bahn von 2017 bis 2020 in die Instandhaltung der Sundbrücke stecken. Veranschlagt waren ursprünglich „nur“ fünf Millionen.

Im Vorfeld hatte sich der Rechnungsprüfungsausschuss (RPA) kritisch mit dem Bericht des Bundesrechnungshofes über fehlende Instandhaltungsinvestitionen an der Sundbrücke durch die Deutsche Bahn und die Planungsvarianten einer neuen Fehmarnsundquerung auseinandergesetzt. Der zuständige Berichterstatter Christian Hirte hatte in Anbetracht der Intensität der Debatte und widersprüchlicher Aussagen vom Rechnungshof auf der einen und Bundesverkehrsministerium und Deutscher Bahn auf der anderen Seite angeregt, dass der Ausschuss sich über die Problematik unmittelbar vor Ort informiert. Dieser Termin kam gestern auf Einladung der ostholsteinischen Bundestagsabgeordneten Bettina Hagedorn (SPD) zustande. Mit von der Partie, wenngleich er nicht Mitglied des Rechnungsprüfungsausschusses ist, war der zweite ostholsteinische Bundestagsabgeordnete Ingo Gädechens (CDU). Er war sogar bei der internen Besprechung später in Burg dabei.

Wichtigste Botschaft des gestrigen Tages: Die Deutsche Bahn investiert nun 10,9 statt 5,9 Millionen Euro für die Instandhaltung der Brücke. Diese Investition gilt für den Zeitraum von 2017 bis 2020.

Es geht hierbei vor allem um die Tragseile und Korrosionsschutz. Damit dürfte die mittelfristige Zukunft des Bauwerks gesichert sein. Laut Rechnungsprüfungsausschuss soll die Brücke uneingeschränkt bis 2035 nutzbar sein.

Natürlich bereist die große Politik die ostholsteinische Region nicht ohne Nebengeräusche. Im Vorfeld des Ortstermins hatte sich Claus Kuester von der Bürgerinitiative Fehmarn-Beltverkehr selbst zur Begehung der Sundbrücke eingeladen, „um auf Augenhöhe“ mit der Politik zu sprechen. Hagedorn lehnte ab, es handele sich um eine interne Veranstaltung des Rechnungsprüfungsausschusses. Und die sei nun einmal nicht öffentlich. So verschwand die politische Reisegruppe allein im Inneren des Kleiderbügels. Auf der Brücke marschierten Beltgegner aus dem gesamten Kreis mit blauen Kreuzen über das Bauwerk. Später waren einige von ihnen auch bei der Pressekonferenz dabei. Der Nabu begrüßt ebenfalls den Vorort-Termin des Rechnungsprüfungsausschusses am Fehmarnsund. „Eine kritische Bestandsaufnahme zur Hinterlandanbindung der geplanten Fehmarnbeltquerung ist überfällig“, sagte Sprecherin Nicola Vagt.

 Peter Mantik

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