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Ostholstein Besuch aus Brasilien beim Shantychor „Achtern Diek“
Lokales Ostholstein Besuch aus Brasilien beim Shantychor „Achtern Diek“
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21:15 13.09.2013
Chorleiter Heinz Jaeger (links) überreicht Ernst-Adolf Mohr Noten für neue Shantysongs. Quelle: Foto: Tobias Buchwald

Die Kellenhusener St.-Petri-Kirche ist randvoll. Angeregt unterhalten sich die Mitglieder des Shantychors „Achtern Diek“. Bei der Probe herrscht eine gemeinschaftliche Atmosphäre. An diesem Abend freuen sich die 55 Chormitglieder über einen ganz besonderen Besuch. Ernst-Adolf Mohr (73) hat den langen Weg von Joinville in Brasilien an die Ostsee auf sich genommen, um Noten für seinen Shantychor abzuholen. Seine Frau Traudi (68) und Tochter Marianne (44) begleiten ihn auf seinem Weg nach Deutschland.

Stolz übergibt Chorleiter Heinz Jaeger dem Brasilianer vor Probebeginn das Notenmaterial. Zuvor ist aber Martin Riedel, Kurdirektor in Kellenhusen und 1. Vorsitzender des Chores, dran. Er überreicht dem Gast ein von den Chormitgliedern selbst geschriebenes Kochbuch. „Damit Ernst-Adolf Mohr die Kellenhusener Rezepte nicht vergisst.“

Lieder über stürmisches, kaltes Wetter im warmen Brasilien — funktioniert das? „Vor drei Jahren habe ich den Shanty-Chor ,Lirica‘ ins Leben gerufen“, berichtet der 73-Jährige nicht ohne Stolz. „Wir sind zu elft und singen alles zweistimmig.“ Außerdem läge das Bundesland St. Catarina, in dem er lebe, „schon fast wieder im gemäßigten Klima“. Die kleine Kirche füllt sich mit herzlichem Lachen.

1951 ist Ernst-Adolf Mohr gemeinsam mit seinen Eltern und vier Geschwistern ausgewandert und jetzt zum fünften Mal in Deutschland. Die Brücke zum Kellenhusener Shantychor „Achtern Diek“ entstand über mehrere Ecken: Untern anderem führte sie über Wolfgang Eckert vom Shantychor aus Konstanz, der den Kontakt zu Herbert Friesendorff, Moderator bei Radio Ludwigsburg, herstellte — am Ende der Reihe steht Kellenhusen.

Gemeinsam mit Ehefrau Traudi und Tochter Marianne wohnt Ernst-Adolf Mohr für drei Tage bei Chormitglied Egon Hohmann (64) und nutzt nun den Rest seines vierwöchigen Aufenthalts, um Deutschland zu bereisen. tbu

LN

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