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Ostholstein Betrunken ausgerastet: Freiheitsstrafe wegen Nötigung
Lokales Ostholstein Betrunken ausgerastet: Freiheitsstrafe wegen Nötigung
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09:47 12.01.2016
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Eutin

 Diese wurde zwar zur Bewährung ausgesetzt, „aber Sie laufen große Gefahr, beim nächsten Mal im Gefängnis zu landen“, betonte Richter Otto Witt.

Aus dem Ruder gelaufen war Torben H. während einer kurzzeitigen Trennung von seiner Freundin Maike S. (Name geändert). Stark betrunken machte er sich mit einem Knüppel in der Hand zur Wohnung der 22-Jährigen auf und drohte ihr von draußen, „seine Leute“ vorbeizuschicken, wenn Maike S. ihm nicht 100 Euro gebe. Die junge Frau öffnete nicht, zumal sie mit ihrem Kleinkind allein in der Wohnung war, und Torben H. zog unverrichteter Dinge wieder ab.

Wenige Tage später trat er die Tür zur Wohnung ein, als Maike S. nicht zu Hause war. Als diese dann in einem Auto mit ihrem Kind, ihrer Mutter und einem Bekannten vorfuhr, brüllte der Angeklagte herum, er wolle mit seiner Ex-Freundin reden. Diese blieb aber vorsichtshalber im Wagen, woraufhin sich Torben H. sein T-Shirt auszog, es entzwei riss, sich den Stoff um die Hände wickelte und mit den Fäusten auf die Fensterscheibe an der Beifahrerseite einhämmerte — allerdings ohne Schaden anzurichten. Als schließlich die Polizei eintraf, „bin ich gegangen“, so der Angeklagte lapidar.

Maike S. hat ihm diese Ausraster allem Anschein nach verziehen und ist erneut eine Beziehung zu Torben H. eingegangen. Nüchtern sei er ein „ganz lieber Mensch“, erklärte sie, der sich auch „wie ein Vater“ um ihr Kind kümmere. Er trinke seit seinem 13. Lebensjahr Alkohol, berichtete der Angeklagte, und unter Alkoholeinfluss „ticke ich aus“. Er habe bereits eine zweimonatige Entgiftung und Entwöhnung absolviert, danach aber wieder zu trinken begonnen. Zuletzt sei er von Silvester bis einschließlich 2. Januar abgestürzt. „Es ist ein Kampf“, so Torben H.

„Haben Sie keine Angst vor sich selbst?“, hakte Richter Witt nach: „Das ist ein richtiger Hammer, den Sie zweimal hintereinander abgeliefert haben, wirklich schlimm.“ Der Angeklagte sei nah der Grenze zu weit schwerwiegenderen Straftaten, betonte die Staatsanwältin, eine Freiheitsstrafe damit „unerlässlich“. Torben H. wird für die dreijährige Bewährungszeit ein Bewährungshelfer zur Seite gestellt, der mit dem 26-Jährigen einen Alkoholentzug auf den Weg bringen soll. Außerdem hat Torben H. die Auflage erhalten, eine Drogenberatungsstelle aufzusuchen. latz

LN

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