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Ostholstein Betrunkene Rentnerin rast Polizei davon
Lokales Ostholstein Betrunkene Rentnerin rast Polizei davon
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22:16 02.09.2013
Der Schaden am Streifenwagen beträgt etwa 8000 Euro. Quelle: Foto: jeb

Sie kam aus Ratekau und konnte erst 40 Kilometer weiter gestoppt werden. Eine 77-jährige betrunkene Seniorin lieferte sich auf der Autobahn 1 eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei, an deren Ende ihr Nissan und ein nagelneuer Streifenwagen beschädigt wurden. Verletzt wurde niemand.

Wie die Polizei jetzt mitteilte, war die Rentnerin am vergangenen Freitag wegen ihrer Fahrweise um 13.30 Uhr einer anderen Autofahrerin aufgefallen. Die Zeugin rief die Polizei, die Beamten aus Ratekau versuchten, die 77-jährige Hamburgerin zu stoppen — vergeblich. Erst an der Anschlussstelle Bad Oldesloe in Richtung Hamburg gelang es dann einer Streife des Polizei-Autobahn- und Bezirksreviers Bad Oldesloe, sich mit ihrem Streifenwagen vor den Nissan zu setzen. Die Frau am Steuer ignorierte jedoch Blaulicht und Martinshorn sowie das Leuchtsignal „Bitte folgen“. Stattdessen gab sie Gas und überholte den Streifenwagen.

Die Beamten versuchten nun, die Hamburgerin zusätzlich mit der Anhaltekelle und Handzeichen zum Stoppen zu bewegen. Doch auch das beeindruckte sie offenbar nicht. Die 77-Jährige beschleunigte und überholte mehrere Lastwagen auf dem rechten Fahrstreifen, um dem Streifenwagen auf dem linken Fahrstreifen zu entgehen. In Höhe von Lasbek (Kreis Stormarn) gelang es den Beamten schließlich, die Frau auf dem Seitenstreifen zu stoppen. Doch das Ende der Flucht war das keineswegs, sondern vielmehr handelte es sich offenbar um eine Finte der Rentnerin. Denn als die Polizisten gerade ausstiegen und zu dem Nissan liefen, gab die Frau erneut Gas und fuhr an ihnen vorbei. Obwohl die Verfolgung weiterging, nahm die Rentnerin keine Notiz von der Polizei, sie blickte unbeirrt geradeaus. Selbst als die Beamten aus dem offenen Fenster des Streifenwagens gestikulierten und riefen, beeindruckte das die Frau nicht. Ein paar Kilometer weiter kollidierte sie mit ihrem Nissan mit der rechten Leitplanke und anschließend mit der rechten Seite des Streifenwagens. Daraufhin hielt die Frau endlich an.

Die Rentnerin beharrte darauf, dass sie nichts getan habe und deshalb auch nicht anhalten müsse. Außerdem hätten ja auch andere Verkehrsteilnehmer gemeint sein können. Doch die Beamten rochen bei der Frau eine „Fahne“. Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab bei ihr einen Wert von 1,14 Promille. sas

„Die Rentnerin sagte, sie habe nichts getan und müsse deshalb auch nicht anhalten.“
Sonja Kurz, Polizeisprecherin

LN

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