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Ostholstein Bettina Hagedorn macht Station in Scharbeutz
Lokales Ostholstein Bettina Hagedorn macht Station in Scharbeutz
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21:26 16.09.2016
Erich Bierhals (v. l.), Joerg Schimeck, Volker Owerien, Bettina Hagedorn und Christine Koglin trafen einander zum Meinungsaustausch. Quelle: cd

Die Vorzeichen waren gut: Seit 13 Jahren besucht die SPD-Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn in den sitzungsfreien Wochen alle Bürgermeister und Amtsvorsteher mit deren ehrenamtlichen Gremien und den Verwaltungsmitarbeitern in ihrem Wahlkreis. Die „13“ ist ohnehin ihre Glückszahl, da der jüngste Sohn an einem Freitag, 13., geboren wurde. Doch damit nicht genug: Als sie das Scharbeutzer Bürgerhaus betrat, begann für sie der 13. Termin dieser Art in diesem Jahr. Zuvor war sie unter anderen schon in Ratekau und Ahrensbök, es folgen noch Süsel und Bad Schwartau.

In Scharbeutz begrüßt wurde sie von Bürgermeister Volker Owerien (parteilos), Joerg Schimeck (SPD), Erich Bierhals (FDP) und Christine Koglin (WUB).

Mit ihnen diskutierte sie zunächst das Thema, das in allen Kommunen vorherrschend ist: Es ging um die Integration von Flüchtlingen. Hier müsse der Bund einmal darüber nachdenken, wie er die Gemeinden auch in der Frage der Unterbringung finanziell unterstützen könne. „Wir müssen stets Wohnraum vorhalten, haben dafür aber keine Gegenfinanzierung“, erläuterte Owerien. Um Flüchtlinge besser integrieren zu können sei es wichtig, die „Hürden niedriger zu hängen“. Dies gelte vor allem für den Einstieg in den Arbeitsmarkt, beispielsweise für Praktika. Interessiert verfolgte Hagedorn Oweriens Ausführungen zum wirtschaftlichen Aufstieg von Scharbeutz. Demnach hat es von 2008 bis 2015 bei der Tourismusabgabe eine Steigerung um 30,8 Prozent, bei den Einnahmen auf den Großparkplätzen gar ein Plus von 371 Prozent gegeben. „Wir haben zur richtigen Zeit investiert, dürfen uns jetzt aber nicht auf den Lorbeeren ausruhen“, gab Owerien die Richtung für die Zukunft vor. Viel Raum in dem Informationsgespräch nahmen Überlegungen zur geplanten festen Fehmarnbeltquerung und zur Hinterlandanbindung ein. Als engagierte Querungs-Gegnerin berichtete die Sozialdemokratin, auch in Berlin mache sich angesichts dieses Großprojektes eine immer größere Skepsis breit.

Ihr Fazit nach dem Gespräch in Scharbeutz: „Die Kommune tut sehr viel für die Steigerung der Lebensqualität der eigenen Bürger, aber auch sehr viel für die Zukunft.“ Dazu gehörten die „großartigen Angebote“ für Kinder, Jugendliche, Schulen und Verbände. Dennoch gebe es in Scharbeutz eine „Ausgewogenheit der Generationen“.

 Christina Düvell-Veen

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