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Ostholstein Bewegender Abschied für Mr. Volksbank
Lokales Ostholstein Bewegender Abschied für Mr. Volksbank
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23:12 25.11.2016
Kunst zum Anfassen für Volksbank-Vorstand Hans-Wilhelm Hagen (rechts) mit seiner Frau Kirsten Morschheuser-Hagen sowie Klaus Treimer, Vorstand der VR Bank Ostholstein Nord - Plön eG, FOTOS: SUSANNE PEYRONNET

. Es sind diese Momente, in denen der Zuhörer unwillkürlich denkt, der Redner habe sich versprochen oder verrechnet. Bei der Verabschiedung von Hans-Wilhelm Hagen, Vorstand der Volksbank Eutin Raiffeisenbank eG, sagte der Vorstandsvorsitzende Rolf Matzanke, Hagen sei 46 Jahre für die Eutiner Volksbank tätig gewesen. Und nun gehe er in die passive Phase der Altersteilzeit.

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Nachfolgerin Tanja Kannenberg begann 1993 ihre Ausbildung in Eutin.

Moment mal? 46 Jahre im Dienste der Volksbank und dann Vorruhestand, und das mit diesem knackigen Aussehen? Doch Matzanke hatte sich nicht versprochen und nicht verrechnet. Hans-Wilhelm Hagen trat im Alter von 15 Jahren am 1. August 1970 als Auszubildender in die Eutiner Volksbank ein. Was folgte war ein unaufhaltsamer Aufstieg, der 1993 im Amt des stellvertretenden Vorstandsmitglieds und 1994 im Amt eines Vorstands gipfelte. Zuvor hatte sich Hagen 1985 zum „diplomierten Bankbetriebswirt“ weitergebildet. Angesicht dieser langen und stets mit einer Tendenz nach oben versehenen Laufbahn in ein und demselben Geldinstitut lässt sich, so Matzanke an die Adresse Hagens, mit Fug und Recht davon sprechen, die Volksbank Eutin sei „Ihre Bank“.

Hans-Wilhelm Hagen war für das Unternehmen immer eine Bank. Das machten alle Redner deutlich. Unter seiner Ägide stiegen Bilanzvolumen wie Eigenkapital stetig an. Hagen habe, so Matzanke, nicht wenige Firmen begleitet und damit maßgeblich zur Entwicklung der Region beigetragen. Dabei hat er offenbar in der Volksbankfamilie nicht nur durch Fachwissen, sondern auch durch seine Art viele Freunde gefunden.

„Ich danke Dir für ,Du warst Du’“, so formulierte es Klaus Treimer, Vorstand der VR Bank Ostholstein Nord-Plön eG und an diesem Abend Sprecher der Volksbank-Familie. Dann fügte er noch hinzu: „Ich glaube, wir werden Dich als Typen in unserer Bankenrunde vermissen.“

Dass Hagens Leben mehr beinhaltet als seinen Beruf und dass ihn eine neue Leidenschaft antreibt, wurde außerdem deutlich. Viele Redner würdigten sein Engagement für die Wirtschaftsvereinigung, für die Eutiner Festspiele, für die Ballspielgemeinschaft. Vor allem aber spielte eine neue, von Hagen gegründete Stiftung, an diesem Abend eine wichtige Rolle. Er hat „Neue Musik-Impulse Schleswig-Holstein“ aus der Taufe gehoben, keine echte Stiftung, sondern eine gemeinnützige Gesellschaft, die das Ziel hat, jungen, begabten Musikern in der Hansebelt-Region die Möglichkeit zu geben, gemeinsam mit großen Musikerpersönlichkeiten aufzutreten. Als Abschiedsgeschenk an Hagen steuerte der genossenschaftliche Finanzverbund, also die Volksbank-Familie, 10000 Euro dazu bei.

Ehefrau Kirsten Morschheuser-Hagen wird ihrem umtriebigen Mann auch bei diesem neuen Engagement den Rücken stärken. Sie hofft, dass er jetzt etwas mehr Zeit für sie haben wird. In der Volksbank Eutin bricht indes eine neue, jüngere und weiblichere Zeit an. Hagens Nachfolgerin ist Tanja Kannenberg (42). Sie wurde bereits vor einem Jahr in den Vorstand berufen und tritt dieses Amt jetzt an. Auch sie ist ein echtes Eutiner Volksbank-Gewächs. Vorstand Matthias Benkstein indes wird seinen bisherigen Kollegen Hans-Wilhelm Hagen nicht los: Klaus Treimer überreichte Benkstein ein Porträtfoto des scheidenden Vorstandskollegen mit der Aufschrift „Es war doch eine schöne Zeit.“

Susanne Peyronnet

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