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Ostholstein Bielefelder Riesenlurch für Fehmarn
Lokales Ostholstein Bielefelder Riesenlurch für Fehmarn
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20:15 04.08.2016
So könnte der Riesenlurch ausgesehen haben. Quelle: Zeichnung: Joschua Knüppe

Ein seltener Gast erobert seit dieser Woche die Insel: der Bielefelder Riesenlurch. Er lebte vor rund 225 Millionen Jahren in Norddeutschland. Der einzig vorhandene fossile Schädel ist aber so zerbrechlich, dass er gut verschlossen in klimatisierten Räumen des Naturkunde-Museums Bielefeld aufbewahrt wird. Immerhin: Die „Galileo-Wissenswelt“ in Burg stellt jetzt eine detailgetreue Kopie aus.

Die Galileo-Wissenswelt in Burg, Landkirchener Weg 48, ist von 10 bis 18 Uhr geöffnet . Das Übersee-Museum befindet sich in Burgstaaken, Hafenstr. 69 (tgl. 10 bis 18 Uhr).

Eine Gruppe Paläontologen hat zuvor diesen fossilen Schädel untersucht. Ihr Ergebnis: Es handelt sich dabei um eine ganz neue Art. Für Dr. Christian Nyhuis ist damit klar: „Das ist der erste eindeutige Nachweis dieser ausgestorbenen Tiergruppe in Norddeutschland.“

Zur Vorgeschichte: Bereits vor über 40 Jahren hat Dr. Martin Büchner, damals Direktor des Naturkunde-Museums, den etwa 30 Zentimeter langen Schädel in Bielefeld gefunden. Eine erstmalige wissenschaftliche Bearbeitung durch die drei Paläontologen Dr. Florian Witzmann (Museum für Naturkunde Berlin), Sven Sachs (Naturkunde-Museum Bielefeld) und Dr. Christian Nyhuis (Galileo-Wissenswelt) hat Überraschendes ergeben. Der „Bielefelder Lurch“ ist der einzige Vertreter der sogenannten „Rundohrlurche“ in Norddeutschland. Zu Ehren des Finders wurde die neue Art „Cyclotosaurus buechneri“

getauft. Das Tier lebte, bevor die Dinosaurier ihren Siegeszug antraten. Es erreichte eine Körperlänge von etwa 1,2 bis 1,5 Meter. Der Lebensraum war geprägt durch eine weite Fluss- und Sumpflandschaft, bewachsen mit riesigen Schachtelhalmen. Auf dem Speiseplan des Cyclotosaurus standen dabei hauptsächlich Fische und kleinere Lurche.

Gerd-J. Schwennsen

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