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Ostholstein Bilanz leicht verbessert: LGS macht 3,3 Millionen Euro Minus
Lokales Ostholstein Bilanz leicht verbessert: LGS macht 3,3 Millionen Euro Minus
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20:40 06.12.2017
Das Schloss war bei der Landesgartenschau vom 28. April bis 3. Oktober 2016 in Eutin der Mittelpunkt des Geländes. Quelle: Foto: Axel Heimken/dpa

Bis Ende des Jahres ist der Fachbereichsleiter Bürgerservice und Tourismus noch Geschäftsführer der Landesgartenschau-Gesellschaft. Zum 31. Dezember wird die GmbH liquidiert, für ein Jahr ist Klehs dann zur Auflösung des Unternehmens bestellt. Die Endabrechnungen mehrerer Bereiche hätten zu Verbesserungen der Bilanz geführt, erklärte er am Dienstag im nicht-öffentlichen Teil des Hauptausschusses und gestern offiziell. „Wir haben beispielsweise beim Rückbau gespart und überall dort, wo Ausgaben nicht als zwingend notwendig erachtet wurden. Im Veranstaltungskalender haben wir Angebote, die nicht gut liefen, wie etwa Vortragsreihen mit nur drei Besuchern, gestrichen und so kein Honorar für die Dozenten ausgeben müssen.“

Mehreinnahmen seien nach Ende der LGS durch den Verkauf von Erinnerungsstücken wie Stellwände, Straßenschilder, Blumenkübel und Sitzsäcke erzielt worden. Auch von Konzessionären (Parkplatzbetreibern und Gastronomen) sei noch Geld in die LGS-Kasse geflossen.

„Ich bin froh, dass das Defizit noch verringert werden konnte“, sagt Martin Klehs. Dennoch habe man weiter Ursachenforschung für die deutlich unter den Erwartungen gebliebenen Besucherzahlen betrieben (die Prognose lautete auf 600000 Besucher, letztlich wurden 369485 Tickets ausgegeben). Mit der Auswertung der Daten (Besucherzahlen, von wo kommen die Gäste, wie alt sind sie) war das Tourismus- und Freizeitinstitut „Inspektour“ aus Hamburg beauftragt worden. Dessen Resümee: Es habe weder an der Qualität der LGS noch am Marketing oder den Kooperationen gelegen.

Letztere waren offenbar vorbildhaft: „Die Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft bietet einen Vortrag zu Kooperation im Marketing an und dazu, wie gut es in Eutin lief“, berichtet Martin Klehs stolz.

Die Gründe, warum es in Eutin mit den Zahlen nicht lief: „Es ist uns nicht gelungen, auch mit verstärkten Werbeaktionen ab Juli/August, an die Touristen im Umkreis von 25 Kilometern heranzukommen“, räumt Klehs ein. Auch junge Familien mit Kindern fühlten sich nicht so angesprochen wie in Eutin erhofft – sie gaben im Zweifelsfall lieber dem Hansa-Park oder Karls Erdbeerhof den Vorzug. Die Zahlen belegen das. Nur 20 Prozent der LGS-Besucher gehörten der Gruppe zwischen 18 und 44 Jahren an. 40 Prozent stammten aus der Altersgruppe zwischen 45 und 64, 38 Prozent der Gäste waren 65 Jahre und älter.

„Aus der Gartenschau sind eine Reihe von Veranstaltungsformaten fortgeführt oder weiterentwickelt worden“, hält Martin Klehs fest. Dazu zählten das Seeparkfest, der Lichtergarten, die Showküche und die Lifestyle-Messe „Lebensart“. Am 27. Oktober 2018 wird in Eutin das Feuerwerksfestival „Pyro Games“, ein Duell der Feuerwerker, ausgetragen. Auf die Stadt und die Seepromenade sind deren Macher durch die LGS aufmerksam geworden.

Von Ulrike Benthien

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