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Bilder, Collagen, Plastiken und ein Blick in den Spiegel

Eutin Bilder, Collagen, Plastiken und ein Blick in den Spiegel

Eutins Literatur-Galerie 64 nimmt in einer Ausstellung den Menschen ins Visier.

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Von der japanischen Kultur inspiriert: Barbara Kirsch malt Menschen im urbanen Umfeld. Hier hat sie Eindrücke aus Kiel verarbeitet.

Quelle: Fotos: Petersen

Eutin. Es scheint ganz einfach zu sein: Künstler einladen, Bilder aufhängen – fertig ist die Ausstellung. Wenn alles steht und gerichtet ist, die Einladungen gedruckt und die Exponate ins passende Licht gerückt sind, mag es so leicht und selbstverständlich erscheinen. Tatsächlich steckt in einer Ausstellung, wie sie am Sonntag in der Literatur-Galerie 64 in Eutin eröffnet wird, viel Mühe. „Und selbst? Menschen. Bilder. Positionen“ heißt die anregende Schau.

LN-Bild

Eutins Literatur-Galerie 64 nimmt in einer Ausstellung den Menschen ins Visier.

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Etwa ein halbes Jahr hat das Galeristen-Ehepaar Hilde und Hartmut Gewert die Idee und ihre Umsetzung im Kopf bewegt. Das Thema Mensch sollte sehr unterschiedlich und prägnant, zugleich mit einem verbindenden Ansatz dargestellt werden. Das Ergebnis ist die Präsentation von Bildern, Collagen und Plastiken von zwei Künstlerinnen aus Schleswig-Holstein und einem Künstler aus Bremen mit Wurzeln in Gelsenkirchen. Eberhard Szejstecki heißt er – und mit einer seiner sympathisch drallen Menschenfiguren hat er der Ausstellung auch ihren Namen gegeben.

„Und selbst?“ heißt die Plastik, bei der ein Männlein mit übergroßem Kopf und ausladenden Füßen wie ein Denkmal auf einem Sockel steht und beim gebeugten Blick hinunter in ein großes menschliches Antlitz blickt. Die Gewerts, die noch nach einem Titel für die Ausstellung suchten, waren sich beim Blick auf den Namen der Skulptur sofort einig: Der passt. „Menschenbilder in der Kunst konfrontieren uns immer auch mit uns selbst“, sagt Hilde Gewert. „Wenn wir uns darauf einlassen, finden wir von selbst etwas wieder.“ Genau dazu möchte die Ausstellung anregen.

Eberhard Szejsteckis Figuren haben alle einen Titel, er gehört fest zu ihnen. „Der Schämer“ lehnt seinen Kopf betreten gegen die Wand, „Der Akrobat“ balanciert lässig auf einem Bein, „Der Außerirdische“ winkt verstohlen mit einer Hand. Die Plastiken, meist aus Terrakotta gefertigt und mit gemalten oder geritzten Bildern versehen, zum Teil auch aus Bronze gearbeitet, haben oft etwas Humoristisches, mal etwas Grüblerisches. Immer sind sie hintergründig. Sie erleben Momente, die wohl jeder kennt.

Die Bilder von Heinke Both, eine Kombination aus Malerei und Collage, haben keine Titel. Sie zeigen Menschen, die Einblicke gewähren und sie genauso verwehren. „Mir geht es um den einzelnen Menschen, so wie er nach außen wirkt“, erläutert die Künstlerin aus Trittau. Sie arbeitet mit bemaltem Papier verschiedener Stärke, dazu mit übereinander geschichteten Glasplatten. Die Arbeiten bekommen dadurch unterschiedliche Tiefen und mehrere Ebenen. „Nur auf der Fläche zu malen ist mir zu wenig“, sagt die Künstlerin, die Farbe nur sehr sparsam einsetzt, weil „zu dekorativ und ablenkend“. Ihre Bilder sollen inspirieren, in sich selbst hineinzuschauen.

Die Kielerin Barbara Kirsch zeigt Menschen im städtischen Umfeld. Unzählige Schnappschüsse, viele mit dem Handy aufgenommen, sind der Fundus, aus dem sie für ihre großflächigen Bilder in Schwarz-Weiß

schöpft. Sie wählt aus, lässt weg, fügt zusammen, bis ganz neue Bildkompositionen entstehen. Einen vierjährigen Aufenthalt in Japan und Tokio hat sie so ebenso verarbeitet wie Berlin-Besuche oder Eindrücke aus Kiel. Menschen in Bewegung, das ist Barbara Kirschs Thema, schließlich ist sie selbst viel unterwegs. Vor allem Japan habe sie künstlerisch geprägt, sie Reduktion gelehrt und „mit Leere umzugehen“. Die Vernissage von „Und selbst?“ ist am Sonnabend, 16. Oktober, um 11 Uhr. Die Ausstellung endet am 27. November um 15 Uhr mit einer Gesprächsrunde der Künstler. Die Literatur-Galerie 64 (Plöner Straße 64 in Eutin) ist sonnabends und sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

pet

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