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Ostholstein Biogas-Chemikalie in Brand: 130 Feuerwehrleute untersucht
Lokales Ostholstein Biogas-Chemikalie in Brand: 130 Feuerwehrleute untersucht
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14:58 20.09.2016
Die Scheune in Cismarfelde ist nicht mehr zu retten. Quelle: Arne Jappe
Cismarfelde

Bei dem Großfeuer in einer Scheune auf einem Bauernhof in Cismarfelde mussten am Montagabend alle etwa 130 Einsatzkräfte von Ärzten untersucht werden. In der Scheune seien größere Mengen einer Chemikalie für den Biogasbetrieb gelagert gewesen, teilte Kreisfeuerwehrsprecher Hartmut Junge den LN mit. "Als wir festgestellt haben, was für ein Stoff da verbrennt, haben wir aus Vorsicht Ärzte vor Ort bestellt", so Junge. Diese hätten dort alle Einsatzkräfte untersucht, jedoch keine Atemwegsreizungen festgestellt. Die Feuerwehrleute seien zudem belehrt worden, bei im Nachhinein aufkommenden Beschwerden einen Arzt aufzusuchen.

Der Einsatz hatte am Montagabend gegen 19.30 Uhr begonnen und dauerte bis in die frühen Morgenstunden. Die betroffene Scheune brannte ab, den angrenzenden Kuhstall habe man jedoch halten können, so Junge. Weder Menschen noch Tiere seien verletzt worden. Zum größten Teil seien die Kühe noch draußen gewesen, das Jungvieh habe man aus dem Stall herausgeholt.

Lobende Worte findet der Kreisfeuerwehrsprecher auch für Einsatzleiter Björn Sachau. Der Grömitzer Gemeindewehrführer habe unter anderem von vornherein entschieden, großflächig nachzualarmieren. Das sei richtig gewesen.

Wie die Polizei mitteilt, hat der Kriminaldauerdienst den Brandort beschlagnahmt. Die Ermittlungen zur Brandursache seien aufgenommen worden. Der Sachschaden werde auf über 500 000 Euro geschätzt.

sts

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