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Ostholstein „Blaue Belt-Tafel“ in Burg: Schlemmen gegen den Tunnel
Lokales Ostholstein „Blaue Belt-Tafel“ in Burg: Schlemmen gegen den Tunnel
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21:18 10.08.2016
Schlemmen gegen den Belttunnel: Im Frühjahr hatten Christa Woitalla (r.) und ihre Mitstreiter zweimal ein Picknick am Belt veranstaltet. Quelle: Fotos: Gjs

Sie lassen nicht locker. Ganz im Gegenteil: Die Querungsgegner gehen in die Offensive. Ob Allianz oder Aktionsbündnis, ob Beltretter oder andere Initiativen – ihr Widerstand gegen den Belttunnel nimmt Fahrt auf. Die Beltretter erwarten in der zweiten Planungsrunde sogar deutlich mehr als die rund 3100 Einwendungen aus dem Vorjahr. Nächste große Aktion: Am morgigen Freitag findet auf dem Burger Marktplatz eine „Blaue Belt-Tafel“ statt.

„Vielen geht erst jetzt auf, was ihrem Wohn- oder Urlaubsort droht.“Karin Neumann, Beltretter„
„Vielen geht erst jetzt auf, was ihrem Wohn- oder Urlaubsort droht.“Karin Neumann, Beltretter„
„Vielen geht erst jetzt auf, was ihrem Wohn- oder Urlaubsort droht.“Karin Neumann, Beltretter„
„Wir Bürger sollten uns wehren und zahlreiche Einwendungen einreichen".Hendrick Kerlen, Aktionsbündnis
„Vielen geht erst jetzt auf, was ihrem Wohn- oder Urlaubsort droht.“Karin Neumann, Beltretter„
„Vielen geht erst jetzt auf, was ihrem Wohn- oder Urlaubsort droht.“Karin Neumann, Beltretter„
„Vielen geht erst jetzt auf, was ihrem Wohn- oder Urlaubsort droht.“Karin Neumann, Beltretter„

Zweites Beteiligungsverfahren läuft

26 rote Ordner liegen noch bis morgen, 12. August, zur Einsichtnahme in insgesamt zwölf Dienststellen aus (online: www.lbv-sh.de sowie www.pfu.femern.com).

2 Wochen später, am 26. August, endet die Einwendungsphase. Einwendungen und Stellungnahmen können bis dahin bei den auslegenden Stellen und beim LBV-SH eingereicht werden.

Die Federführung liegt bei der IG „Lebenswertes Fehmarn“. Christa Woitalla und ihre Mitstreiter aus mehreren Initiativen haben hierfür bereits einschlägige Erfahrungen gesammelt. Im April und Mai fand direkt an der Mole am Fährhafen Puttgarden zweimal ein Picknick gegen den Belttunnel statt – ohne große Werbung, aber mit respektablem Zuspruch.

Das soll morgen getoppt werden. Geplant ist, ab 18 Uhr auf dem Burger Marktplatz eine große Tafel in Form eines blauen Kreuzes zum „S(ch)nack“ aufzubauen Genutzt wird damit das in ganz Ostholstein populäre Symbol der Beltretter, denen sich mittlerweile etwa 60 Initiativen, Organisationen, Kommunen und Unternehmen angeschlossen haben. Die morgige Aktion wird von ihnen unterstützt, sie treten aber nicht als Veranstalter auf.

Woitalla: „Fehmaraner, Urlauber oder Nachbarn vom Festland können an den gekreuzten blauen Tischen kostenlos tafeln.“ Unter anderem werden Salat und Fisch angeboten, für die Kinder gibt es Eis.

Schlemmen gegen den Belttunnel: Damit soll die Aktion „Rettet den Belt!“ gestärkt werden. Mit ihr wird dazu aufgerufen, Einspruch gegen das Milliardenprojekt einzulegen. Die Beltretter sind optimistisch, denn es zeichnen sich mehr Einwendungen als 2015 ab. Karin Neumann: „Vielen Menschen geht jetzt erst auf, was ihrem Wohn- oder Urlaubsort droht.“ Allein über den Widerspruchs-Generator der Beltretter seien etwa 2900 Einwendungsschreiben gedruckt worden – wie viele davon abgeschickt werden, ist aber unklar. Weiteren Aufschwung erhoffen sie sich, wenn morgen die Widerspruchsschreiben auf dem Burger Markt ausliegen. Die Beltretter verfolgen sogar das ehrgeizige Ziel von 10 000 Einwendungen gegen den Belttunnel.

Unterdessen hat Woitalla einen „Offenen Brief“ an Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) geschickt. „So viele Probleme rollen auf uns zu, und unser Landesvater beschützt uns nicht“, ärgert sie sich.

Zugleich warnt sie davor, dass mit der festen Beltquerung ein ähnliches „Desaster“ drohe wie beim Berliner Flughafen BER, Stuttgart 21 oder der Hamburger Elbphilharmonie.

Gerd-J. Schwennsen

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