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Ostholstein Blumen, Urkunden und Punsch rund ums Bürgerhaus
Lokales Ostholstein Blumen, Urkunden und Punsch rund ums Bürgerhaus
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22:18 14.12.2015
Für die Gemeinde Scharbeutz dankten Bürgermeister Volker Owerien (hinten links) und Bürgervorsteher Peter Nelle (hinten rechts) verdienten Ehrenamtlern für ihr Engagement: Kai Mähl (vorne von links), Anneliese Schröder, Klaus Knoop, Anke Böckmann und Willi Schramm; dahinter Gisela und Rudolf Heitzelmann.

Heimeligkeit und süßer Duft, vertraute Gesichter und entspannte Gäste — einen Vorweihnachtssonntag wie im Bilderbuch bescherte der Adventsbasar am Scharbeutzer Bürgerhaus den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern. „Es ist alles sehr liebevoll und mit viel Engagement gemacht“, lobte Barbara Wolf den kleinen Markt. Die Berlinerin war dann auch entsprechend froh, den Weg zum Bürgerhaus gefunden zu haben: „Das ist nicht ganz einfach für Ortsunkundige von der Strandallee aus“, sagte sie beim Punsch.

Und lohnend war ein Abstecher zum Basar allemal, denn der adventliche Treff darf sich mit Fug und Recht mit dem Attribut „handgemacht“ schmücken. Vereine, Institutionen und Geschäftsleute sorgten mit Köstlichkeiten und einem gelungenen Bühnenprogramm dafür, dass die 13. Auflage der Veranstaltung ein voller Erfolg wurde. Und während auf dem Platz der Posaunenchor Scharbeutz/Gleschendorf wohltönend einen seiner 15 Dezember-Termine absolvierte und dabei erstmals gemeinsam mit dem Chor der Grundschule zu hören war, während die Feuerwehrleute Weihnachtsbäume verkauften, Erzieherinnen Punsch ausschenkten und im Zelt der Betreuten Grundschule gesägt und geklebt wurde, erfuhren in der Bibliothek des Bürgerhauses während einer exklusiven Feierstunde acht Ehrenamtler gebührenden Dank und Aufmerksamkeit.

„Engagement braucht auch Anerkennung“, sagte Bürgervorsteher Peter Nelle in seiner Ansprache. Mit den Ausführungen zu den Aktivitäten der geehrten Frauen und Männer lieferte er konkrete Beispiele für die zuvor von Bürgermeister Volker Owerien beschriebene Vielfalt des uneigennützigen Engagements in der Gemeinde. Ausdrücklich hob Owerien die Bedeutung der freiwilligen Helferarbeit für die Betreuung und Begleitung der Flüchtlinge und Asylbewerber hervor: „Während die Politik noch über Mittel und Wege streitet, wie man der Situation Herr werden kann, leistet vor Ort eine Vielzahl Ehrenamtler die Hilfe, die der Staat in keinster Weise leisten kann oder will.“ Als mögliche Förderinstrumente für bürgerliches Engagement nannte er Weiterbildung, die Anrechenbarkeit auf die Rentenanwartschaft oder Gutschriften für Bewerbungen um Arbeits- und Studienplätze. Für seine Gemeinde kündigte er an, dass im nächsten Jahr Haushaltsmittel für Qualifizierungsmaßnahmen bereitgestellt würden für aktiv Mitwirkende in der Flüchtlingshilfe.

Den acht Ausgezeichneten bescheinigte der Bürgermeister vorbildlichen Gemeinsinn und Verantwortungsgefühl. Anke Böckmann, die Urkunde, Blumen und ein Präsent für sich und die nicht anwesende Christa Nagel entgegennahm, leitet seit 29 Jahren gemeinsam mit Nagel den Seniorentreff in Schürsdorf. Gisela und Rudolf Heitzelmann sind als „Basteltante“, Kuchenbäckerin, Ferienpassanbieter und „Mann für alle Fälle“ für das Sarkwitzer Dorfleben unverzichtbar. Als „gute Seele des Vereins“ kümmert sich Willi Schramm seit 2008 nicht nur um das Drumherum bei den Fußballspielen der Sportvereinigung Pönitz, sondern ist auch bei Dorffesten und Veranstaltungen im Ort eingebunden. Eine Aufgabe, die auch Klaus Knoop als Dorfvorsteher in Klingberg seit zehn Jahren ausfüllt. Darüber hinaus ist der ehemalige Polizist Mitglied des Seniorenbeirates und Sicherheitsberater für Senioren. Anneliese Schröder schließlich hat seit 1966 im DRK-Ortsverein unter anderem 90 Blutspendetermine betreut und 77 Mal selbst gespendet. Ihr Mitstreiter Kai Mähl kommt auf eine Anzahl von 55 Blutspenden und war seit 1993 als ehrenamtlicher Rettungssanitäter 1100 Tage (entspricht 10 500 Stunden) im Einsatz.

„Hören Sie nicht auf, sich zu engagieren. Wir brauchen Sie weiterhin“, appellierte Volker Owerien an die verdienten Ehrenamtler.

„Eine Vielzahl Ehrenamtler leistet vor Ort die Hilfe, die der Staat in keinster Weise leisten kann oder will.“
Bürgermeister Volker Owerien

Astrid Jabs

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