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Ostholstein Bombendrohung: Scandlines stoppte den Fährverkehr
Lokales Ostholstein Bombendrohung: Scandlines stoppte den Fährverkehr
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07:35 08.06.2017
Puttgarden, gestern gegen 15.30 Uhr: Der Fährverkehr steht seit Stunden, die Schlangen werden immer länger. Quelle: Lutz Roessler
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Puttgarden

„Wir haben per Telefon eine konkrete Drohung bekommen“, berichtete Scandlines-Sprecherin Anette Ustrup Svendsen. Der Anruf sei beim Kundenservice auf dänischer Seite eingegangen. Da unklar war, ob sich die Drohung gegen ein bestimmtes Schiff oder gegen eine bestimmte Route richtet, stellte die Reederei gegen 12.30 Uhr den Fährbetrieb komplett ein. Alle sechs Fähren, die zwischen Puttgarden und Rødby pendeln, wurden gestoppt, das betraf auch den Bahnverkehr. Die Fährlinie zwischen Rostock und dem dänischen Gedser wurde eingestellt. 

Nach einer Bombendrohung hat Scandlines am Mittwochmittag den gesamten Fährverkehr eingestellt.  Die Reederei stoppte gegen 12 Uhr die Fahrten aller sechs Fähren, die zwischen Puttgarden und Rödby verkehren.

Die Passagiere mussten die Fähren verlassen. Die Evakuierung sei „still und ruhig und ganz ohne Dramatik“ vor sich gegangen, teilte die dänische Polizei mit. Scandlines-Mitarbeiter bereiteten Sandwiches und verteilten sie an die wartenden Passagiere. „Wir bedauern die Situation und tun unser Bestes, um die Wartezeit zu erleichtern“, sagte Ustrup Svendsen. Man sei bemüht, den Fährbetrieb so schnell wie möglich wiederherzustellen. Etwa 1500 Passagiere waren betroffen.

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Als erste Fähre legte die „Deutschland“ kurz nach 17 Uhr in Puttgarden wieder ab. Sie war zuvor zusammen mit den Schiffen „Prinsesse Benedikte“ und „Holger Danske“ bereits in Dänemark durchsucht und wieder freigegegeben worden. „Die dänischen Kollegen konnten schneller agieren, weil durch einen Zufall starke Kräfte in der Nähe waren“, sagte ein Sprecher der Polizei. Auf Fehmarn wurden die Schiffe bis in den Abend hinein nach Sprengstoff durchsucht. Die „Prins Richard“ wurde um 19.30 Uhr freigegeben. Die Polizei soll mit mehr als 100 Kräften der Landespolizei einschließlich der Wasserschutzpolizei und des Kampfmittelräumdienstes im Einsatz gewesen sein. Auch die Bundespolizei war dabei. Gefunden wurde offenbar nichts. 

Als letztes wurde die „Schleswig-Holstein“ unter die Lupe genommen. Die „Kronprins Frederik“ war gestern nicht im Einsatz. Nach Auskunft von Scandlines sollte es mehrere Stunden dauern, bis der Stau im Fährverkehr abgearbeitet ist.

jup

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