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Ostholstein Bonjour Bosau: 30 Jahre deutsch-französische Freundschaft
Lokales Ostholstein Bonjour Bosau: 30 Jahre deutsch-französische Freundschaft
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23:14 16.09.2016
Da geht’s hin: Die Schüler Emma Wrage, Caia Korwin und John Vahlensieck (v. l.) vor der Landkarte. Quelle: Jürgen Siehl/hfr

Die Gemeinde Bosau steht in diesem und im kommenden Jahr ganz im Zeichen der deutsch-französischen Freundschaft. Drei 30-jährige Jubiläen wollen und sollen gefeiert werden.

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Es gibt sogar gleich drei Anlässe, um die Kontakte zwischen der ostholsteinischen Gemeinde und der Stadt Saujon nahe der Atlantikküste zu feiern – Nächste Treffen im Oktober.

Der Verein zur Förderung der deutsch-französischen Freundschaft hat in den Archiven gegraben und die drei wichtigen Daten herausgesucht. 26. Juni bis 4. Juli 1986: erste Begegnungsreise von Erwachsenen und Jugendlichen nach Saujon im Departement Charente-Maritime, nahe der Atlantikküste. 11. September 1986: 28 Bosauer gründen den Partnerschaftsverein. 20. April 1987: In Bosau wird in Anwesenheit der Gäste aus Saujon die offizielle Städtepartnerschaft mit den Unterschriften unter die Urkunde besiegelt. Am 15. Oktober 1988 folgte noch der Festakt in Saujon, zu dem eine Gruppe aus 50 Erwachsenen und Schülern nach Frankreich fuhr. Aber dieses Jubiläum bucht der Vorsitzende des Partnerschaftsvereins, Gerd Sacknieß, nicht unter die drei mal 30 Jahre.

Hervorgegangen sind die deutsch-französischen Begegnungen aus einem Schüleraustausch der Hutzfelder Heinrich-Harms-Schule, angeregt hat sie die Französischlehrerin Elke Bonin. Sie war auch die Gründungsvorsitzende des Vereins. Bereits zehn Jahre vor der Vereinsgründung gab es kleinere Kontaktversuche mit Saujon, sieben Jahre zuvor einen regelmäßigen Schüleraustausch. Die Bosauer und die Einwohner von Saujon haben bei der Pflege ihrer Partnerschaft einen langen Atem bewiesen. Bis heute lebt sie, ist quicklebendig, und das, obwohl 1500 Kilometer zwischen den Orten liegen. Dennoch sind die gegenseitigen Besuche beliebt.

Im zweijährigen Rhythmus reisen die Gruppen hin und her. Als nächstes setzen sich die Bosauer in Bewegung, vom 1. bis 9. Oktober sind die Deutschen in Frankreich, darunter elf Schüler der Heinrich-Harms-Schule, weitere Kinder aus der Gemeinde Seedorf und von der Wilhelm-Wisser-Schule Eutin, deren Außenstelle die Hutzfelder Schule neuerdings ist. Die Schüler erhalten für die Reise Zuschüsse der Kommunen, die Fahrt gilt als Schulveranstaltung, in Saujon nehmen die Jungen und Mädchen einen Tag am Unterricht im Collége André Albert teil.

Die Erwachsenen pflegen unterdessen die bereits seit Jahren und Jahrzehnten gewachsenen Freundschaften. Untergebracht sind alle Bosauer in Gastfamilien, einige bei ihnen längst vertrauten Menschen.

Die jeweiligen Gastgeber tragen stets die Kosten für Ausflüge und die Abschiedsfeier und organisieren das Besuchsprogramm. Ein durchaus erheblicher Aufwand, so Sacknieß. Der lohnt sich aber.

Bürgermeister Mario Schmidt (parteilos): „Das ist immer ein tolles Programm, das man als Tourist gar nicht bekommt.“ Bürgermeister und Bürgervorsteher sind allerdings dieses Mal nicht in Frankreich dabei. Zuhause in Bosau ist Sitzungszeit, tagen die politischen Ausschüsse. Darben muss in Saujon übrigens niemand: Die Stadt liegt ganz nahe an den Anbaugebieten des Bordeaux, an Cognac und am Zentrum der Austernzucht bei Marennes.

Wer Interesse hat mitzufahren, kann kurzfristig noch auf einen Platz hoffen. Interessenten melden sich beim Vorsitzenden Gerd Sacknieß, Telefon 04527/973880.

Eine weite Reise

41 Teilnehmer reisen Anfang Oktober in die Partnerstadt Saujon im Südwesten Frankreichs. Der Bus legt für eine Strecke 1500 Kilometer zurück.

In Reims in der Champagne, der Krönungsstadt der französischen Könige, ist eine Übernachtung eingeplant, ebenso wie auf der Rückfahrt in Mons (Belgien).

Zu einem letzten Vorbereitungstreffen vor der Abfahrt kommen die Teilnehmer am Montag, 19. September, um 19 Uhr in Bosau im Haus des Gastes zusammen.

An allen 15 Ortschaften der Gemeinde Bosau stehen Schilder, die auf die Partnerschaft hinweisen. Ein solches Schild geht mit auf die Reise nach Frankreich.

Susanne Peyronnet

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