Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Ostholstein Boom-Stadt Heiligenhafen und was die Konkurrenz an der Küste macht
Lokales Ostholstein Boom-Stadt Heiligenhafen und was die Konkurrenz an der Küste macht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:17 23.09.2017
Das Badeparadies in Weissenhäuser Strand wird modernisiert. Quelle: Foto: Hfr

Die baulichen Veränderungen der touristischen Infrastruktur in Heiligenhafen sind enorm. Erlebnisseebrücke, Dünenpark, Marina Strand Resort, die Hotels „Beach Motel“ und „Bretterbude“, dazu Binnenseestrand sowie Hotel „Meereszeiten“ und in der Stadt das Fischerdorf. Doch damit nicht genug. Projekt „Hafenkante“ inklusive Kleinfischerbrücke und Museumshafen steht aktuell planerisch in der Diskussion und Abstimmung. Wie auch eine Verbindung zwischen Hafen und Ortmühle. Ob es eine Bebauung an der Ostmole gibt, steht im Raum. Am Ferienzentrum gibt es ebenfalls langsam Bewegung, auch wenn das jüngste Bauprojekt von Bünning-Immobilien zunächst auf Eis gelegt wurde.

Wenn die Rede von touristischen Infrastrukturprojekten an Ostholsteins Küste ist, fällt in der Regel der Name Heiligenhafen als erstes. Dort wurde und wird massiv in eine Neuausrichtung investiert, nachdem die Stadt zwischenzeitlich 3000 Betten verloren hatte.

Was die Anzahl und das Tempo betrifft, sind die baulichen Veränderungen in Heiligenhafen einzigartig in ganz Ostholstein. Hier wurden und werden dreistellige Millionenbeträge bewegt. Einzig Großenbrode als Nachbarort schafft in kürzester Zeit ähnlich viele neue Betten mit einer skandinavischen Ferienhaussiedlung und weiteren Projekten. Im Vergleich dazu passiert in anderen großen Tourismusorten weniger. Das hat Gründe.

Lars Widder, Betriebsleiter Verwaltung und Finanzen des Grömitzer Tourismus-Service, möchte das Geschehen in Heiligenhafen nicht kommentieren. Er betont jedoch, dass in Grömitz seit Jahren kontinuierlich an der Entwicklung gearbeitet werde. Dazu zählten unter anderem die Neue Mitte und der Neubau der „Welle“. Zudem soll oberhalb des Yachthafens ein Hotel entstehen. Auch steht das Millionenprojekt Dünenpark an und für Lensterstrand wird ein Masterplan erstellt. Die Sanierung der Seebrücken ist ebenfalls beschlossen.

Im Ferienpark Weissenhäuser Strand setzt man auch auf Kontinuität. Aktuell wird das Badeparadies für 17 Millionen Euro saniert und umgebaut. Der Park investiert jedes Jahr eine zweistellige Millionensumme in Erneuerungen, Sanierungen und Umgestaltungen.

Und Fehmarn? Seit 2008 (!) plant die holländische van-Herk-Gruppe ein „Vier Sterne plus“-Resort. 2016 tauchte sie nach jahrelanger Funkstille mit einem abgespeckten Neustart für 180 Millionen Euro wieder auf. Jetzt im Herbst sollte es losgehen. Eigentlich. In der Kommunalpolitik wächst der Unmut. „Es gibt wenigstens Gespräche“, sagt Tourismusdirektor Oliver Behncke. Neue Betten entstehen nur im Boom-Sektor „Ferien auf dem Bauernhof“. Einziger Vorteil: Die Spielwiese in Burgtiefe steht auch 2018 für die großen Festivals zur Verfügung. Und im November beginnt der Um- und Ausbau der Yachthafen-Promenade in Burgtiefe für über zehn Millionen Euro.

Beispiel Kellenhusen: Hier steht sich die Kommunalpolitik gegenseitig im Wege (LN berichteten). Inhaltliche Meinungsverschiedenheiten wie zur Bebauung der Axtkoppel, wo eine Ferienhaussiedlung inklusive einem Hotel entstehen könnte, sorgen momentan für Stillstand. Ähnliches Bild in Dahme (wir berichteten).

pm/ser/gjs

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Perfektes Wetter für den Weltkindertag in Neustadt: Henning Reimann (Kinderschutzbund) und Susanne Bimberg-Nittritz ( Gewerbeverein) haben das Fest auf dem Marktplatz nach den Klängen des Spielmanns- und Fanfarenzugs eröffnet. Der Tag hatte auch einen ernsten Hintergrund.

23.09.2017

Die Sparkasse Holstein startet am Mittwoch,27. September, in die 35. Runde des Planspiel Börse. Alle Schüler im Geschäftsgebiet können sich daran beteiligen. Anmeldungen sind ab sofort möglich. Die drei besten Teams erwartet ein exklusives Clubkonzert inklusive Meet & Greet.

23.09.2017

Bei den Maltesern auf der Rettungswache an der B 76 in Timmendorfer Strand ist von Mitte Mai bis Mitte September Saison. Doch nicht nur viele Urlauber-Patienten kommen aus Nordrhein-Westfalen, auch der Notarzt.

23.09.2017
Anzeige