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Ostholstein Bosauer haben den Rhythmus im Blut
Lokales Ostholstein Bosauer haben den Rhythmus im Blut
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22:18 14.03.2016
Aus Plön waren Astrid und Lutz Thiele gekommen.

„Frohsinn“ ist nicht nur der Name des Ortes der 1. Bosauer Musiknacht, sondern auch ein herrlich kraftvolles, traditionelles Wort, um die Stimmung zu beschreiben, die aus der Sonnabendnacht eine besondere machte. Weil alles passte — wann kann man das schon sagen?

Gelungene Premiere für die 1. Musiknacht — 150 Besucher begeistert von der Mischung aus Folk und Geselligkeit.

Veranstalter Joachim Krämer aus Timmdorf hatte mit den Bands Dragseth und Hüttenfolk zwei Formationen eingeladen, die die Vielseitigkeit des Genres zum Klingen brachten. Dritte im Bunde war die Liedermacherin Alexandra Brüntrup, für die es kein Label geben kann, denn sie ist ganz eigen.

Plattdeutsch, Volkslied, Freiheitsballade, Bach, Leichtigkeit und Melancholie — alles hatte Platz unter dem Dach dieser Musiknacht. Das Publikum saß so entspannt wie bei einem Besuch bei alten Freunden. Es wurde gegessen und getrunken, erzählt, gelauscht und auch mitgesungen. „Nun will der Lenz uns grüßen“ stimmten Hüttenfolk an, um später zu erzählen, was passiert, wenn man eine Bluesplatte rückwärts spielt: „Die Frau kommt zurück, du gewinnst im Lotto, hast den Job wieder und hörst zu trinken auf!“ Nicht nur Musikkennern stach dabei die Dobro von Jürgen Struck ins Auge. Die Gitarre mit integriertem mechanischen Lautsprecher ist eine Rarität. Nach vielen Jahren mit einer selbstgebauten Dobro ist Struck heute stolzer Besitzer eines Instrumentes aus amerikanischer Produktion: „Es ist die einzige in Europa“, erzählte er. Das Spielen hat er sich selbst beigebracht und auch die Musiker von Dragseth und Alexandra Brüntrup, die sich am E-Piano begleitete, haben auf eigenen Wegen zur Musik gefunden. „Was für eine tolle Stimme die Frau hat“, zeigte sich Lutz Thiele beeindruckt. Der Plöner war mit seiner Frau Astrid gekommen, um Dragseth zu hören — auf Empfehlung einer Freundin. Dragseth ist auch die Lieblingsband von Organisator Joachim Krämer. Krämer, im bürgerlichen Leben Kaufmann, war überwältigt vom Besucherzulauf. Aus Trittau, Lübeck, Kiel und sogar aus dem Ruhrpott waren Menschen angereist. „Und wenn ich so durch den Saal schaue, sehe ich auch einige Bosauer“, bemerkte ein sichtlich zufriedener Gregor McDermott. Mit seinem Cousin Hans Reimers führt er das Gasthaus „Zum Frohsinn“.

80 Voranmeldungen hatte es gegeben und im Verlauf des Abends füllte sich der Saal, der 150 Menschen fasst: „Full house!“, konstatierte Krämer froh und ein bisschen ungläubig.Unermüdlich schleppte er Stühle, moderierte und saß als Drummer von Alexandra Brüntrup selbst auf der Bühne. Dass der Sound perfekt mit der Atmosphäre harmonierte, war der Job von Jens Krabbenhöft. Über ein iPad regelte er die Technik von der ersten Reihe aus. Das Wesentliche an diesem Abend aber war handgemacht.

Und wer auf eine Zigarette oder zum Luftschnappen vor die Tür trat und günstig stand, hörte noch mehr Musik: Aus der benachbarten Kirche flogen die Klänge des Innerwheel- Benefizkonzertes herüber. Musiknacht in Bosau — mehr davon!

Von Astrid Jabs

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