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Ostholstein Boule-Spieler trotzen Wind und Wetter
Lokales Ostholstein Boule-Spieler trotzen Wind und Wetter
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20:14 30.07.2016
Henk und Frauke Wolters aus den Niederlanden mit ihrem Pétanque-Equipment. Quelle: Fotos: Marc R. Hofmann

„Allez!“ ruft Anita Deeg und feuert damit ihre Mitspielerin an, die ihre Boule-Kugel in einem hohen Bogen wirft. Sie landet zielgenau im nassen Sandboden und schießt eine andere Kugel zur Seite. Treffer!

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Mehr als 400 Spieler frönten dem französischen Nationalsport in Sichtweite des Hafens in Burgstaaken auf Fehmarn.

Mehr als 400 Boule-Spieler aus ganz Deutschland, Dänemark und Schweden messen sich an diesem Wochenende bei einem Turnier in Burgstaaken auf Fehmarn. Bei dem Boule oder professioneller „Pétanque“

genannten Wurfspiel geht es darum, möglichst viele Kugeln pro Team so nah wie möglich an einer „Schweinchen“ genannten, leuchtend orangefarbenen Zielkugel zu positionieren. Die Begrifflichkeiten kommen dabei – wie der Sport selber – aus dem Französischen. „Am Sonnabend haben wir die Kategorie ,Doublette’ ausgespielt, dabei treten zwei Teams mit je zwei Spielern und drei Kugeln pro Teilnehmer an“, berichtet Mitorganisator Peter Mester. Am heutigen Sonntag geht es mit der „Triplette“ weiter, bei der jeweils drei Spieler mit nur noch zwei Kugeln spielen. Beginn ist um 9 Uhr bis open end (die Veranstalter rechnen mit etwa 21 Uhr).

„Geworfen werden kann sowohl flach als auch im hohen Bogen. Die Profis werfen jedoch mit dem Handrücken nach oben und verpassen der Kugel dabei einen Rückwärtsdrall“, erläutert Jonas Golze. Das helfe, sie zielgenau zu werfen und schnell zum Stillstand zu bringen. Die Kugeln müssten von 650 bis 800 Gramm wiegen und einen Durchmesser von 70,5 bis 79 Millimeter haben. Sie bestünden in der Regel aus Stahl und unterschieden sich noch in ihrer Härte und Oberfläche. „Weiche Kugeln eignen sich besser zum ,Schießen’, wenn eine Kugel eine andere aus ihrer Position an der Zielkugel wegbefördern soll.“ Rillen auf der Oberfläche verbesserten den Grip in der Handfläche oder könnten, wie im Fall der „Schildkröte“ genannten Musterung, auch das Stoppen der mit Drall geworfenen Kugel auf dem Sand vereinfachen, so der Hamburger, der vor Ort Boule-Zubehör verkauft.

Uwe Bargmann, mit Frau Elfi und den „Klosterboulern“ aus Hude in der Nähe von Oldenburg in Niedersachsen angereist, erklärt weiter: „Die verschiedenen Größen und Gewichte richten sich nach der Handgröße des Spielers. Jeder hat seine eigenen Kugeln“. Die sind zusätzlich mit Gewicht und einer einmaligen Nummer versehen, um Verwechslungen zu verhindern, sollte ein Mitspieler mit dem gleichen Modell antreten.

„Für uns ist es das erste Turnier im Ausland“, sagt Henk Wolters, der, obwohl bereits seit 20 Jahren im „Geschäft“, extra deswegen nach Fehmarn gekommen ist. „Wir wollen im Anschluss aber noch eine Rundreise durch Norddeutschland machen“, so der Holländer aus Almelo. Er und seine Frau haben in einem der Zelte am Jachthafen Unterschlupf gefunden, als das Wetter wieder Kapriolen schlug. Doch zumindest Uwe Bargmann kann den Schauern etwas abgewinnen: „Mit der Nässe rollen die Kugeln langsamer, das kommt mir entgegen“, sagt er nach einem gewonnenen Spiel.

Wenn auch keine Spieler aus dem Mutterland des Pétanque angereist sind, so gibt es doch französische Flammkuchen und Crêpes. Den Siegerteams winken zudem Geldpreise bis zu 500 Euro.

Neue Boulebahnen in Grömitz eingeweiht

Mit einem Turnier von Hobbyboulern wurde in Grömitz die neue Boule-Anlage eingeweiht. Im oberen Kurpark stehen nun vier Bahnen zur Verfügung, die jederzeit bespielt werden können. Die bisherige Bahn hatte nicht mehr ausgereicht: Immer mehr Einheimische und auch Urlauber hatte es auf die geschützt gelegene Anlage gezogen. Deshalb beschlossen Gemeinde und Tourismus-Service auf Initiative des Seniorenbeirates, den Platz auszubauen.

„Wir freuen uns über den zusätzlichen Raum zum Spielen. Jetzt lassen sich auch größere Turniere durchführen und wir können auswärtige Spieler einladen“, so Rainer Figgen, Vorsitzender des Grömitzer Boule-Vereins. Neulinge treffen Mitspieler montags und mittwochs um 14.30 sowie freitags um 10.30 Uhr.

Marc R. Hofmann

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