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Ostholstein Brand auf der „Freischütz“: Feuerwehr schleppt ab
Lokales Ostholstein Brand auf der „Freischütz“: Feuerwehr schleppt ab
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21:14 15.08.2017
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Eutin

Noch einmal mit dem Schrecken davongekommen sind 50 Passagiere und die Besatzung auf dem Ausflugsschiff „Freischütz“. Während eines Nachmittagsausflugs auf dem Großen Eutiner See stieg etwa 30 Minuten nach dem Ablegen plötzlich starker Rauch aus dem Motorraum auf. Daraufhin schaltete sich der Motor der „Freischütz“ auf Höhe der Pulverbeck-Bucht automatisch aus. Kapitän Burghard Joedicke reagierte schnell und löste Feueralarm aus.

Rauchentwicklung im Maschinenraum mitten auf dem Großen Eutiner See – Schiff manövrierunfähig – Keine Verletzten.

Die Feuerwehr rückte um 15.07 Uhr mit der Meldung aus, dass ein Feuer auf der „Freischütz“ ausgebrochen war. „Es war höhere Alarmstufe“, sagte Gemeindewehrführer Heino Kreutzfeldt von der Feuerwehr Eutin, der 35 Kräfte in den Einsatz schickte.

Als erste am Ausflugsschiff war die Besatzung des Feuerwehr-Bootes. Die Einsatzkräfte konnten jedoch Entwarnung geben. Der Rauch war bereits verflogen, es gab keine Verletzten. „Ich habe die Klappe des Motorraums zugelassen, um den Brand zu ersticken“, erklärte Joedicke. Ute Frick, die Mutter des Chefs Markus Frick, erlebte so einen Einsatz das erste Mal seit 35 Jahren Ausflugsschifffahrt. „Natürlich haben wir einen Schock gekriegt“, erzählte Frick. Sie war froh, dass der Brand sich nicht ausbreiten konnte und alle Gäste wohlauf waren. „Es musste keine Evakuierung vorgenommen werden.“ Das Schiff war jedoch manövrierunfähig. Der Motor hatte Schaden genommen.

Das Boot der Feuerwehr schleppte die „Freischütz“ an den Anleger in der Stadtbucht. Während der Schleppfahrt schenkte Ute Frick den Gästen einen Schnaps aus. „Es war keinerlei Panik an Bord“, sagte Passagier Harald Heinze später. In der Stadtbucht angekommen konnten alle Gäste das Schiff wohlbehalten wieder verlassen. „Die Crew hat das sehr professionell gemacht und super reagiert“, lobte Passagierin Traute Sparsam.

Grund für den Motorschaden könnte eine geplatzte Ölleitung gewesen sein. „Das Öl hat Feuer gefangen. Das Feuer ist dann alleine erloschen“, sagte Michael Scherf vom Polizeirevier Eutin. Jedoch könne man noch nicht definitiv sagen, was passiert sei, so Joedicke. Heino Kreutzfeldt war froh, als das Schiff am Ende im Nachtlager an der Freilichtbühne festmachte. „Alles ist glimpflich ausgegangen.“

bz

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