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Ostholstein Brand im Sereetzer Ex-Aldi: Feuerwehrmann schwer verletzt
Lokales Ostholstein Brand im Sereetzer Ex-Aldi: Feuerwehrmann schwer verletzt
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20:15 20.08.2016
Das Loch (l.) in der Fassade stammt von der Feuerwehr. Unter Atemschutz wurde vom Drehleiterkorb nach Brandnestern gesucht. Quelle: Fotos: Janke-Hansen

Wo in der Nacht ein Feuerwehrmann schwer verletzt wurde, Anwohner die Szenerie beobachteten und beißender Qualm durch die Schwartauer Straße in Sereetz zog, erinnerten gestern nur noch ein rot- weißes Flatterband und ein Loch in der Fassade des ehemaligen Aldi- Markts an den Großeinsatz.

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Großalarm für 60 Einsatzkräfte – Brandursache unklar – Polizei ermittelt.

Ausgerechnet in dem seit gut zehn Jahren leerstehenden Gebäude, das als möglicher neuer Standort für die Feuerwehr im Gespräch ist, war (wie LN-Ostholstein/Facebook und LN-Online berichteten) am späten Freitagabend ein Schwelbrand entstanden. Ein in der Nähe wohnender Feuerwehrmann war auf dem Nachhauseweg, als er entdeckte, dass die Tür zum Gebäude offen stand. Die Feuerwehr hat nach Auskunft von Pressesprecher Hartmut Junge einen Schlüssel für das der Gemeinde gehörende Haus. Der Feuerwehrmann, der zu diesem Zeitpunkt noch gar nichts von dem Schwelbrand wusste, holte den Schlüssel, um die Tür wieder zu verriegeln. Gerade als der 32-Jährige davor stand, um abzuschließen, kam es zur Durchzündung. Die Rauchgase entzündeten sich, da durch die offenstehende Tür Sauerstoff ins Innere gelangte. Bei der Durchzündung erlitt der Sereetzer schwere Verbrennungen. Anders als es Agenturen berichteten, war der Feuerwehrmann zu keiner Zeit lebensgefährlich verletzt.

Der Verunglückte konnte sich selbst auf die andere Straßenseite retten. Mittlerweile waren durch den starken Lärm auch die Anwohner aufgeschreckt. Sie alarmierten die Feuerwehr – Ersthelfer versorgten den Verletzten.

Binnen Minuten waren die Feuerwehren aus Sereetz, Ratekau und Bad Schwartau mit der Drehleiter vor Ort. Ebenso Polizei und Rettungskräfte, die den Feuerwehrmann in die Lübecker Uni-Klinik brachten.

Außerdem standen die Techauer Feuerwehr und weitere Kräfte aus Bad Schwartau in Bereitschaft, so Dirk Westphal, Ortswehrführer von Sereetz, der den Einsatz mit etwa 60 Kameraden leitete.

Die Feuerwehr schlug ein Loch in die Fassade, um an den Brandherd gelangen zu können. Außerdem kontrollierten nach dem Löschen des Schwelbrands und Lüften des Gebäudes Feuerwehrmänner vom Korb der Drehleiter aus unter Atemschutz das Dach, um mögliche weitere Brandnester entdecken zu können.

Zur Brandursache gibt es bislang nichts Offizielles, die Kripo ermittelt. Noch in der Nacht waren Spuren gesichert worden. Der Raum mit den Hausanschlüssen, in dem der Schwelbrand entstanden war, soll laut Aussage von Bürgermeister Thomas Keller aber verschlossen gewesen sein.

jhw

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