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Ostholstein Brennendes Klopapier: Schule evakuiert
Lokales Ostholstein Brennendes Klopapier: Schule evakuiert
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18:57 05.07.2017
Das Feuer brach auf der Toilette der Schule aus. Quelle: Zill
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Ahrensbök

Als ein Grundschüler gestern Morgen gegen kurz vor 9 Uhr ins Sekretariat der Arnesboken-Schule gestürmt kommt und erzählt, dass die Toilette brennt, ist Marion Jaeschke sofort klar: Ihre Kollegin Maren Papenfuß und sie müssen handeln. „Der Schüler war ganz aufgeregt, ich merkte schnell, dass er sich das nicht ausgedacht hat“, berichtet die Mitarbeiterin. Dann geht alles ganz schnell: Die Schulleitung wird informiert, die Feuerwehr gerufen. Aufgrund starker Rauchentwicklung löst die Brandmeldeanlage aus, etwa 400 Kinder und Jugendliche der Grund- und Gemeinschaftsschule müssen evakuiert werden. „Ein Kind unserer Schule hat vermutlich ein Haufen Toilettenpapier angezündet“, sagt später die Schulleiterin Marion Millenet.

Klicken Sie hier, um weitere Eindrücke von dem Feuer zu sehen.

Nach der Durchsage versammeln sich die Schüler mit ihren Lehrern auf dem Grandplatz, dem größten Schulhof zwischen den einzelnen Trakten. Zu dem Zeitpunkt haben drei Lehrer bereits handeln können. „Drei Kollegen haben mit dem Feuerlöscher den Brand sofort gelöscht“, berichtet Millenet. Die Kabine in der WC-Anlage habe bereits lichterloh gebrannt.

Nach Angaben des Ahrensböker Feuerwehrsprechers Michael Stöhlmaker hat das Feuer in einer der Jungentoiletten im Grundschulgebäude die Brandmeldeanlage ausgelöst und damit ein Großaufgebot der Freiwilligen Feuerwehren Ahrensbök, Dunkelsdorf, Gnissau und Scharbeutz mit dem Hubrettungsmast in Marsch gesetzt. Sogar aus Lübeck und Eutin sind Feuerwehrleute von der Arbeit herbeigeeilt. Die erste Alarmmeldung – Feuer in der Schule – klingt allzu dramatisch. Auch Rettungsdienst und Polizei eilen zur Schule. Viel zu tun haben die Feuerwehrleute unter der Einsatzleitung von Gemeindewehrführer Jörg Stendorf dann allerdings nicht. Bei ihrem Eintreffen ist das Klopapier und die mittlerweile angekokelte Seitenwand der Toilettenkabine gelöscht und die Kinder in Sicherheit. Die Scharbeutzer Wehr kann wieder umkehren. „Alles hat super geklappt“, sagt Millenet erfreut, dass jeder ruhig und diszipliniert geblieben ist. „Die Schüler sind zu keiner Zeit in Gefahr gewesen.“

Nach etwa einer Stunde gibt die Feuerwehr alle Klassenräume wieder frei. Aufgrund des Brandgeruches werden jedoch die Grundschüler im Trakt der Sekundarstufe untergebracht. Die meisten Fünft- bis Zehntklässler waren wegen des Sozialen Tags außer Haus und haben von der Aufregung nichts mitbekommen. bz/sas

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