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Ostholstein Brücken zwischen gestern und heute
Lokales Ostholstein Brücken zwischen gestern und heute
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22:12 18.05.2016
Die EOc gestaltete die Ausstellung „Brückenschläge“ zum 450-jährigen Bestehen der Voß-Schule. Quelle: Fotos: Astrid Jabs

Wie macht man sich 450 Jahre Schulgeschichte zu eigen und stellt sie so dar, dass Entwicklungen nachvollziehbar und Besonderheiten offensichtlich werden? Es war eine Mammutaufgabe, die sich die E0c des Eutiner Johann-Heinrich-Voß-Gymnasiums gestellt hatte. Die Schüler des gesellschaftswissenschaftlichen Profils arbeiteten sich in Gruppen durch Festschriften und Schulchronik, stöberten in der Kreisbibliothek, kontaktierten Institutionen und Zeitzeugen und trugen so einen Berg an Informationen, Daten und Berichten zusammen, der manchmal kaum zu überblicken schien: „Es war ein Prozess mit Höhen und Tiefen“, beschrieb Klassenlehrerin Kerstin Manns die Arbeit. „Wenn ich heute in die Gesichter der Schüler sehe, erkenne ich Stolz und Freude über das Geschaffte“, so Manns. Das Ergebnis ist die Ausstellung „Brückenschläge“, die gestern eröffnet wurde.

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Schüler gestalteten die Ausstellung zum 450. Jubiläumsjahr des Eutiner Voß-Gymnasiums.

Sie bietet Gelegenheit, „einmal innezuhalten und zu fragen: Wo stehen wir eigentlich?“, wie es Schulleiter Dr. Frithjof Löding formulierte. Die Schau gibt darauf Antworten und ebenso viele Anreize, einen Zugang zu den 450 Jahren Historie zu finden: Johann-Heinrich Voß hat seinen Platz als Schulleiter und Dichter, Paul Wunderlich ist als Ehemaliger mit Exponaten aus dem Wunderlich-Haus in Eberswalde vertreten, Wissenswertes zur Geschichte des Schulstandortes und zum Gebäude ist aufgenommen. Über eine Zeitleiste lassen sich die Geschehnisse rund um die Lehranstalt in Zusammenhang mit historischen Ereignissen setzen. Bei der Strukturierung des Materials und der Konzeption der Darstellung stand Katharina Knieß von der Agentur „Kunst und Kultur“ den Jugendlichen zur Seite: „Es ist eine interessante, berührende und durchaus amüsante Ausstellung geworden“, lautete ihre Einschätzung.

Einen ersten Überblick gab Jonas Scholz den Besuchern bei einer kurzen Führung: Stilecht im „Brückenschläge“-Shirt und damit als Guide erkennbar, werden er und weitere Schüler während der Öffnungszeiten für Fragen zur Verfügung stehen. Inwieweit sich der Blick auf die Schule durch die intensive Auseinandersetzung verändert hat, erklärte Jasmin Aische: Sie gehörte zu der Gruppe, die mit Ernst-Günther Prüß sprechen durfte. Der 97-Jährige ist Voß-Schüler und -Lehrer, und die Begegnung mit ihm war eine bewegende Erfahrung für seine jungen „Nachfolger“: „Als er hier zur Schule ging, hatten die Schüler noch Mützen, mit denen sie stolz durch die Stadt gingen“, erzählte Jasmin. Das Interview ist Teil der Ausstellung.

Auch für die Geschichts- und Wipolehrerin Kerstin Manns war die Recherche eine fesselnde Entdeckungsreise. Wie ihre Kollegin Katarina Neumann, die das Projekt ebenfalls begleitete, ist sie erst seit vergangenen Sommer an der Schule: „Man sieht, wo man arbeitet, und hat auch eine neue Sicht auf die Stadt mit ihren Menschen, die hier zur Schule gegangen sind und gelebt haben“, schildert Manns ihr Erleben.

Öffnungszeiten: (bis 2. Juni) Di 14 bis 16 Uhr, Do 15.15 bis 17 Uhr und nach Anmeldung im Sekretariat, Tel. 04521/ 79460.

Astrid Jabs

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