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Ostholstein Brunnen für Afghanistan
Lokales Ostholstein Brunnen für Afghanistan
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22:30 13.05.2016
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Eutin

Die Landesgartenschau (LGS) liegt am Wasser, einen Garten am frischen Wasser gibt es auf der Schau auch. Der Friedenskreis Eutin greift zusammen mit Amnesty International das Thema Wasser auf und startet zur Gartenschau die Spendenaktion „Brunnen für Afghanistan – Eutin hilft“. Das Ziel: In den nächsten drei Monaten sollen Eutiner, LGS-Besucher, Geschäftsleute und Firmen ermuntert werden, Geld für den Bau von Dorf-Brunnen in der Region Kundus im Norden Afghanistans zu spenden. Schirmherr der Aktion ist Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz.

Wolfgang Schiller (von links), Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz, Pastor Lutz Tamchina und Jens Saffarrek stellen die Brunnen-Skulptur vor, mit der sie für ihre Aktion „Brunnen für Afghanistan“ werben. Quelle: Petersen

„Wir verstehen diese Aktion als unseren Beitrag zur Landesgartenschau“, erläuterte Friedenskreis-Sprecher Wolfgang Schiller. „Wasser ist Leben“, laute ein afghanisches Sprichwort, „ohne Wasser wächst nichts im Garten“, erinnerte Schiller daran, dass jeder siebte Mensch auf der Erde keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser habe. Das gelte auch für viele Dörfer in Afghanistan, wo oft über lange Wege verschmutztes Wasser in Kanistern geholt werden müsse. Ein Brunnen für 800 bis 1000 Euro könne täglich bis zu 200 Dorfbewohner versorgen.

Der Friedenskreis hat bereits vor Jahren Geld für solche Brunnen gesammelt. Daran knüpft er jetzt an. Dabei ist er nur Vermittler. Das Geld soll direkt an den Afghanischen Frauenverein (www.afghanischer-frauenverein.de) überwiesen werden, dessen langjähriger Schirmherr der im Februar verstorbene Roger Willemsen war. Der Verein hat bereits über 450 Brunnen in Afghanistan bauen lassen.

Am 18. Mai und an drei weiteren Tagen im Juni und August werden der Friedenskreis und Amnesty auf der Gartenschau präsent sein. Mit dabei sind Schulz und im August auch Nadia Nashir, die in Deutschland lebende Vorsitzende des Frauenvereins. Weitere Aktionen außerhalb der LGS wie Lesungen oder Sammelaktionen vor dem Rathaus sind geplant. Schiller: „Wir haben da einiges in petto.“ Auf der Gartenschau darf kein Geld gesammelt werden.

Als Hingucker für die Aktion hat der Eutiner Künstler Jens Saffarrek eine Brunnen-Skulptur geschaffen, die den Handpumpen in Afghanistan nachempfunden ist. Lob für die Initiative kam von Bürgermeister Schulz, der die Türen zu größeren Spendern öffnen soll. „Es bringt mir Freude zu helfen und zu wissen, das Geld kommt an und verbessert die Lebensverhältnisse nachhaltig.“ Die Aktion passe zu Eutin, einer Stadt, in der man über den Tellerrand hinausschaue. Schulz: „Da machen wir etwas draus.“ pet

LN

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