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„Bürger von Eutin“ halten Zob-Umbau für Geldvergeudung

Eutin „Bürger von Eutin“ halten Zob-Umbau für Geldvergeudung

Den geplanten Umbau des Zob – veranschlagt dafür sind 1,5 Millionen Euro – hält die Initiative für Unsinn und ist der Meinung, das Ganze sei auch für ein Zehntel, also 150 000 Euro, machbar.

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Die „Bürger von Eutin“ mögen ihre Stadt und mischen sich deshalb auch mal ein. Ihre Vertreter Peter Schwarz (v. l.), Barbara und Norbert Ober sind angesichts des defizitären Haushalts und vieler anderer Baustellen gegen einen Umbau des Zobs.

Quelle: Fotos: Benthien

Eutin. Wenn kommenden Donnerstag der Eutiner Bauausschuss (18 Uhr, Bauverwaltung) über die Umgestaltung des Zob berät, werden „Bürger von Eutin“ im Zuschauerraum die Debatte aufmerksam verfolgen. Hinter diesem sehr allgemein gehaltenen Namen stehen Frauen und Männer verschiedener Altersstufen und Berufsgruppen, die sich wöchentlich zum Bürgerstammtisch treffen. Sie eint das Interesse an „ihrer“ Stadt. „Und wir nehmen uns heraus, die Verhältnisse zu hinterfragen“, sagt Peter Schwarz, einer ihrer Sprecher. Den geplanten Umbau des Zob – das zuständige Planungsbüro RMP veranschlagt dafür rund 1,5 Millionen Euro – halten die „Bürger von Eutin“ für Unsinn. „Wir können nicht zusehen, wie das Geld zum Fenster herausgeworfen wird“, beschreibt Schwarz, was ihn und seine Mitstreiter umtreibt. Ihrer Auffassung nach sollte der bestehende Zob ertüchtigt werden. Das halten sie für rund 150 000 Euro für machbar.

LN-Bild

Der jetzige sei ausreichend und könne für ein Zehntel der Kosten hergerichtet werden.

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Freitags ist Treffen

Der Stammtisch der „Bürger von Eutin“ findet immer freitags ab 18 Uhr im Riemannhaus am Jungfernstieg statt.

Acht bis zwölf Eutiner gehörten zum „harten Kern“, der Kreis der Sympathisanten, so die Gruppe, belaufe sich auf 50 Eutiner.

Peter Schwarz, ausgebildeter Diplom-Verwaltungswirt, und Norbert Ober, der Politik mit Schwerpunkt Kommunalpolitik und Verkehr studiert hat, trauen sich in Sachen Zob nicht nur aufgrund ihrer beruflichen Kenntnisse ein Urteil zu. Sie haben sich ausgiebig mit der Verkehrssituation am Zob auseinandergesetzt, den Fahrplan analysiert, die Bussteigbelegung beobachtet, Busfahrer befragt, nach Verbesserungen gesucht. Ein Fazit: „Nicht ’mal zu Spitzenzeiten, während Schulbeginn oder -ende, ist es hier zu Problemen gekommen.“ Auch habe kein Busfahrer über Schwierigkeiten an den bestehenden Steigen geklagt. Seine Kollegen und er täten sich dagegen täglich schwer mit der verengten Bahnhofstraße, sagte gestern ein Fahrer auf LN-Nachfrage. Man müsse dort Slalom fahren, weil trotz Verbots Autos parkten. Das Einbiegen zu den Bussteigen sei knifflig: Leicht fahre man über den Bordstein oder schramme mit den Reifen daran entlang. „Das ist hier planerischer Irrsinn“, sagt der Fahrer, „da kann ich für alle Kollegen sprechen.“

Statt den Busverkehr auf der Ostseite des Bahnhofs zu konzentrieren, solle eher Verkehr von dort verlagert werden, schlagen die „Bürger von Eutin“ vor. So sollten die Linien 5515 (von und nach Ahrensbök) sowie 5507 (über Sieversdorf nach Malente) auf die Westseite des Bahnhofs verlegt werden. Beide Linien bedienten (bis auf eine Tour) reinen Schülerverkehr. „Und die Schüler sind ja wohl so gut zu Fuß, dass sie von dort aus gehen können“, finden Peter Schwarz, Norbert Ober und Ehefrau Barbara. Um 35 Busfahrten könne die Bahnhofstraße auf diese Weise an jedem Werktag entlastet werden, haben sie gezählt. Würde wiederum der Stadtverkehr, wie derzeit vorgesehen, auf die Ostseite umgesiedelt, müsste die Bahnhofstraße mit ihrem in den vergangenen Monaten geschaffenen „Flaschenhals“

werktags 85 Busfahrten mehr verkraften.

Um den jetzigen Zob barrierefrei zu gestalten, könnten, so die „Bürger von Eutin“, einige Maßnahmen mit wenig Geld bewerkstelligt werden. Beispielsweise müssten die Zuwegungen und Haltestellenplätze behindertengerecht werden, die Wartehäuschen an den Bussteigen könnten bis auf einen am Mittelstand entfernt werden.

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