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Bürgerinitiative fordert neue Sundbrücke

Fehmarn Bürgerinitiative fordert neue Sundbrücke

Liebevoll sprechen die Fehmaraner vom „Kleiderbügel“ und wollen (fast) alle ihre Sundbrücke erhalten - auch wenn niemand weiß, ob das Bauwerk von 1963 den Verkehr auf der Belttrasse bewältigen kann. Die „BI Fehmarn-Beltverkehr“ fordert daher: „Die marode Fehmarnsund-Brücke muss durch ein neues Wahrzeichen ersetzt werden.“

Soll der „Kleiderbügel“ erhalten werden oder nicht? Vor allem auf Fehmarn sorgt das für eine sehr emotionsgeladene Debatte.

Quelle: Kreiser

Fehmarn. Sie ist das Wahrzeichen einer ganzen Region. Liebevoll sprechen die Fehmaraner vom „Kleiderbügel“. Daher wollen (fast) alle die Sundbrücke erhalten – auch wenn derzeit niemand weiß, ob das 1963 eröffnete Bauwerk den zukünftigen Verkehr auf der Belttrasse bewältigen kann. Die „BI Fehmarn-Beltverkehr“ verweigert sich diesem nostalgischen Blick. Ihr Sprecher Hartmut Specht fordert: „Die marode Fehmarnsund-Brücke muss durch ein neues Wahrzeichen ersetzt werden.“ Notfalls zählt dazu sogar der Abriss.

LN-Bild

Neubau mit Wahrzeichenniveau – BI Fehmarn-Beltverkehr erwägt sogar einen Abriss des Kleiderbügels.

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„Die marode Sundbrücke muss durch ein neues Wahrzeichen ersetzt werden.“ Hartmut Specht, BI-Sprecher

Mittwochvormittag auf dem Burger Wochenmarkt: Zusammen mit den drei Mitstreitern Peter F. Butenschön, Claus Küster und Horst Woschkeit hat Specht einen kleinen Stand hinterm Rathaus aufgebaut. Die goldene Fehmarnkrone hängt am Baum, vorm Info-Tisch prangt deutlich sichtbar der BI-Name auf einem hellroten Kreuz.

Sie suchen das Gespräch mit den Bürgern. Der Zeitpunkt ist bewusst gewählt. Nächste Woche kommt Bettina Hagedorn (SPD) mit dem Rechnungsprüfungsausschuss des Bundestages nach Fehmarn. Sie will die Sundbrücke retten, wenigstens bis 2035 die Bahn dazu verpflichten, sie als „uneingeschränkt nutzbar“ zu ertüchtigen.

Die BI teilt diese Begeisterung für das Wahrzeichen nicht. Und will auch keinen Aufschub. Denn sie hält stattdessen für Fehmarn und die Vogelfluglinie eine moderne Verkehrs-Infrastruktur für „lebensnotwendig“. Und die gewährleiste die wind- und stauanfällige Sundbrücke schon jetzt nicht.

Deshalb stuft die BI politische Vorstöße, die alte Sundbrücke noch zu retten, als „faulen Kompromiss“ ein. Specht warnt davor, zig Millionen für ihren zeitlich befristeten Erhalt zu verschleudern:

„Denn was wird 2040? Vernunft muss Vorrang vor Nostalgiewünschen haben.“ Für die BI ist klar: Bund und Land ziehen sich aus der finanziellen Verantwortung zurück, sobald die Sundbrücke nur noch von Fußgängern, Radfahrern und landwirtschaftlichem Verkehr genutzt wird. Seit 1999 steht sie unter Denkmalschutz. Specht: „Wenn der Denkmalschutz die Sundbrücke erhalten will, soll er auch die Kosten übernehmen.“

Die Bürgerinitiative weiß, dass das Thema bei vielen Insulanern emotionsgeladen ist. Allein dass beim NDR-Relaunch des „Schleswig-Holstein-Magazin“ die jahrelang vertraute Sundbrücke im Vorspann weggefallen ist, enttäuscht viele Insulaner. Die BI will trotzdem die Bevölkerung wachrütteln – mit Blick auf die Zukunftsfähigkeit der Insel. Überrannt wird ihr Info-Stand an diesem Vormittag nicht, auch wenn sich viele Bürger die Argumente der BI anhören. Auch Bürgermeister Jörg Weber (SPD) schaut kurz vorbei. Die Position der Stadt ist klar: „Erhalt des Wahrzeichens, aber nicht auf Kosten der Kommune.“

Die BI kämpft auf dem Marktplatz, aber auch im Dialogforum für eine kombinierte neue Sundbrücke „mit Wahrzeichenniveau“. Die Bedingungen: Sie muss die zweigleisige Schienentrasse, die vierspurige Bundesstraße, einen Radfahrweg mit Begegnungsverkehr und einen abgesetzten Fußgängerweg bieten. Und neben Lärmschutz für Straße und Schiene auch einen Windschutz „für sicheren Straßenverkehr bei jedem Wetter“.

Aus ökologischen und ökonomischen Gründen spricht sich die BI gegen eine Tunnellösung aus. Und sie hält sich eine Option offen: „Rückbau der alten Sundbrücke“ – also einen Abriss.

 Gerd-J. Schwennsen

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