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Ostholstein Bürgerinitiative kämpft für das Schwimmbad
Lokales Ostholstein Bürgerinitiative kämpft für das Schwimmbad
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15:47 30.01.2019
Das große Schwimmbecken im Dahmer Strandspa ist seit über einem halben Jahr gesperrt. Quelle: BILLHARDT
Dahme

Seit mehr als einem halben Jahr ist aus Sicherheitsgründen das große Schwimmbecken im Sport- und Gesundheitszentrum (Strandspa) in Dahme gesperrt. Die politische Mehrheit setzt sich künftig für eine andere touristische Verwendung des Bereichs ein. Mit einem „Ja zum Schwimmbad“ und der Frage „Warum eine Nutzungsänderung?“ hat jetzt die Bürgerinitiative (BI) „MEERWasserBadDahme“ ihre Arbeit aufgenommen und möchte sich für den Erhalt des Hallenbades einsetzen.

Die drei Dahmerinnen Andrea Greifenhagen, Marion Haeger und Michaela Howitt haben sich zusammengetan und die Initiative gegründet. Im Gemeindehaus planen sie ein Treffen für alle interessierten Bürger am 1. Februar. Sie sind dabei, Flyer zu verteilen und Plakate aufzuhängen, um für die Veranstaltung am kommenden Freitag zu werben. „Wir sind der Meinung, dass es durchaus Potenzial gibt, das Bad zu erhalten“, so Greifenhagen. Sie selbst zog 2015 nach Dahme. Ausschlaggebend sei gewesen, dass alles im Ort vorhanden sei – vom Sportverein bis zum Strandspa mit Schwimmbad.

Kostenprüfung für den Weiterbetrieb

Für die touristische Infrastruktur und eine dadurch verbundene Saisonverlängerung sei das Becken ebenso wichtig wie für Kinder, damit sie schwimmen können, und für die Bürger in Sachen Gesundheit und Fitness, erklärt Greifenhagen. Nach Ansicht der BI sei noch gar nicht genau geprüft worden, was ein Weiterbetrieb kosten würde. „Es wird immer von einem Defizit von einer Million Euro geredet“, sagt die Mitbegründerin der Initiative und fragt sich: „Wie setzen sich die Zahlen aus den verschiedenen Geschäftsbereichen des Strandspas zusammen?“

Die Bürgeriniative wirbt mit einem Flyer für ihre erste Infoveranstaltung. Quelle: Markus Billhardt

In der Bürgerinitiative sind sich die drei Frauen einig, dass das Strandspa über dem Schwimmhallenbereich wahrscheinlich ein neues Dach braucht – egal ob bei einer Sanierung oder bei einem anderen Gebrauch der Fläche. „Auch bei einer Trockennutzung ist die Statik gefährdet“, sagt Greifenhagen. So verstehe sie das letzte Gutachten der Experten. Probleme bestünden laut dem Papier nicht nur bei weiterer Belastung durch Feuchtigkeit, sondern auch bei starkem Wind. „Alles was gemacht werden soll, kostet auf jeden Fall Geld.“

Suche nach weiteren Unterstützern

Wichtigster Punkt für Andrea Greifenhagen sind die Betriebskosten. Dafür gebe es keine Förderung. Daher habe sie schon mal den Vorschlag eines solidarischen Zuschlags pro Gästeübernachtung gemacht. Doch der sei nicht weiterverfolgt worden. Die Politik habe entschieden, eine Nutzungsänderung zu forcieren. Sie mache niemandem persönlich einen Vorwurf. Jetzt liege es eben für sie als Bürger daran, alles zu versuchen, das Meerwasserschwimmbad zu erhalten. Dafür brauche es weitere Helfer und Unterstützer.

Erst einmal geht die BI mit Zuversicht an den Start. „Sonst würden wir es nicht machen. Wir wollen den Kampf noch nicht aufgeben“, erzählt Greifenhagen. Sie lebe gerne in Dahme. Sicherlich störe es nicht alle Gäste, dass das Schwimmbecken gesperrt sei. Aber viele würde es dann doch aufregen und das komme bei der Kurverwaltung wohl nicht so an. Außer Frage habe die Gemeinde aber Nachholbedarf in anderen Punkten, aber müsse man eine Sache schließen, um eine andere aufleben zu lassen?, fragt sie sich.

Die Initiative „MEERWasserBadDahme“ hofft jetzt, auf positive Resonanz bei den Bürgern zu stoßen. Sie ist bestrebt, Unterschriften für den Erhalt des Schwimmbades zu sammeln, um dann den nächsten Schritt zu planen.

Infoabend der Bürgerinitiative

Die Bürgerinitiative „MEERWasserBadDahme“ lädt Dahmer Bürger sowie Interessierte aus den umliegenden Ortschaften zu einem Infoabend zur Erhaltung des Meerwasserschwimmbades im Strandspa ein.

Die Veranstaltung findet am Freitag, 1. Februar, im Gemeindehaus am Wittenwiewerbarg in Dahme statt. Beginn ist um 18.30 Uhr.

Kontakt gibt es per E-Mail an greifenhagen@aol.com oder haegermarion@aol.com.

Markus Billhardt

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