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Ostholstein Bürgermeister Zimmermann will es noch einmal wissen
Lokales Ostholstein Bürgermeister Zimmermann will es noch einmal wissen
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22:13 26.07.2017
Bürgervorsteher Hans-Joachim Dockweiler (r.) vereidigte 2012 Bürgermeister Zimmermann. Quelle: Fotos: Latz

6500 Stimmberechtigte in der Gemeinde Ahrensbök wählen am Sonntag, 24. September, einen Bürgermeister oder eine Bürgermeisterin. An die Wahlurne gerufen werden auch die ab 16-Jährigen. Anders als bei der gleichzeitig stattfindenden Bundestagswahl dürfen sie ihre Stimmzettel abgeben. Am nächsten Montag, 31. Juli, endet die Frist zur Einreichung von Wahlvorschlägen. Bis dahin können sich Interessenten mit den vorschlagsberechtigten Parteien oder Wählergruppen in Verbindung setzen oder als Einzelbewerber auftreten. Über die Wahlvorschläge entschieden wird am 4. August.

Die erste Amtszeit des Ahrensböker Verwaltungschefs endet am 31. Januar 2018. Bereits am 24. September 2017 entscheiden die Einwohner darüber, ob er im Amt bleibt oder ob jemand anderes ins Rathaus einzieht.

„Es wäre doch Wahnsinn, jetzt den Bürgermeister zu wechseln.Klaus-Dieter Gruber,

CDU-Parteivorsitzender

Wenn es nach dem jetzigen Amtsinhaber Andreas Zimmermann geht, wird der alte auch der neue Bürgermeister sein. „Ich kandidiere wieder“, erklärte er in einem LN-Gespräch. Der 52-jährige parteilose Verwaltungschef wurde vor sechs Jahren von SPD und von CDU in der Gemeindevertretung vorgeschlagen. Auch in diesem Jahr stehen die beiden großen Parteien wieder an seiner Seite. Hinzu gekommen ist die neue Wählergemeinschaft Ahrensbök (WGA). Zwei ehemalige FWG-Vertreter hatten sich von der Wählergemeinschaft getrennt und im Februar die WGA gegründet.

Die Freie Wählergemeinschaft ihrerseits gibt derzeit kein Votum ab. „Die FWG ist dabei, sich zu positionieren. Wir im Vorstand überlegen noch“, erklärte der FWG-Vorsitzende Michael Schacht.

Konkreter wurde Gerhard Jacobs (WGA): „Wir werden Herrn Zimmermann unterstützen, weil wir mit ihm zufrieden sind.“ Der Bürgermeister habe Ahrensbök vorangebracht und er wisse vor allem, wo Zuschüsse zu beantragen sind. Nicht zuletzt sei der Verwaltungschef ein „sympathisch-angenehmer Mensch“.

Der Ahrensböker SPD-Vorstand habe sich eindeutig für Andreas Zimmermann entschieden, berichtete Parteichef Johann Rademacher. Das letzte Wort hat am Freitag die Mitgliederversammlung. Die SPD habe Zimmermann vor sechs Jahren unterstützt, weil sie sich frischen Wind von außen erhofft habe. Der sei auch eingetreten. Rademacher: „Sowohl die Verwaltung als auch die Gemeinde sind jetzt anders drauf als früher.“

Die Mitgliederversammlung der CDU hat bereits stattgefunden. Der Parteivorsitzende Klaus-Dieter Gruber: „Wir haben einstimmig beschlossen, dass wir Andreas Zimmermann unterstützen.“ Er habe die Gemeinde auf den richtigen Weg gebracht. Gruber: „Herr Zimmermann ist unheimlich fleißig, und er hat ein tolles Netzwerk aufgebaut.“ Die Christdemokraten hätten schon vor sechs Jahren die Meinung vertreten, dass ein neuer Bürgermeister bereit sein müsse für zwei Amtszeiten. Nur dann könne er das ernten, was er gesät habe. „Es wäre doch Wahnsinn, jetzt den Bürgermeister zu wechseln.“

Und was sagt der Vielgelobte selbst? „Die eigentliche Entscheidung für oder gegen eine erneute Kandidatur habe ich schon 2011 getroffen“, sagt der 52-Jährige rückblickend. Damals, als er seine unkündbare Stelle als Ordnungsamtsleiter der Gemeinde Scharbeutz aufgegeben und sich für die Bürgermeister-Tätigkeit entschieden habe, habe er bereits darüber nachgedacht, wie es langfristig beruflich weitergehen soll in seinem Leben. Den endgültigen Entschluss, im Ahrensböker Rathaus weiterzumachen, habe er bereits Ende vergangenen Jahres gefasst.

In einem allerersten Fazit sieht er eines seiner Ziele erreicht: Er hatte sich vorgenommen, Ahrensbök aus den negativen Schlagzeilen herauszuholen. Zimmermann: „Hier in der Gemeinde diskutieren wir vertrauensvoll, auch wenn mal Tacheles geredet wird.“ Gemeinsam seien viele Erfolge erzielt worden. Es gebe für alle jedoch noch jede Menge Arbeit.

Bei seiner ersten Wahl im September 2011 hatte Andreas Zimmermann mit den ebenfalls parteilosen Thomas Hartstock und Markus Meggers zwei Gegenkandidaten. Gleich im ersten Wahlgang entschieden sich 60,4 Prozent der Wähler für ihn.

Öffentlich

In der Einladung heißt es „Jede Person hat Zutritt“. Gemeint ist damit die öffentliche Sitzung des Gemeindewahlausschusses für die Wahl des hauptamtlichen Bürgermeisters der Gemeinde Ahrensbök.

Sie beginnt am Freitag, 4. August, um 14 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses an der Poststraße 1. Im Mittelpunkt steht die Entscheidung über die Zulassung von Wahlvorschlägen für den 24. September.

Geleitet wird die Sitzung vom Gemeindewahlleiter Thomas Hartstock.

Christina Düvell-Veen

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