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Ostholstein Bürgermeisterwahl: Voigt warb für seine Leistungen
Lokales Ostholstein Bürgermeisterwahl: Voigt warb für seine Leistungen
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21:17 17.09.2013
Etwa 70 Gäste, darunter zahlreiche Stadtverordnete und Parteimitglieder, waren dazu in den Oldenburger Schützenhof gekommen. Quelle: Foto: Marohn

„Ich habe keinen Wahlkampfberater und erzähle Ihnen, was ich selbst denke.“ Bei seiner offiziellen Vorstellung zu der anstehenden Bürgermeisterwahl in Oldenburg konnte sich Amtsinhaber Martin Voigt (parteilos) einen kleinen Seitenhieb auf Jochen Heumos, den Scharbeutzer Bewerber um das Bürgermeisteramt, dessen Rede zum Teil abgeschrieben war, nicht verkneifen. Etwa 70 Gäste, darunter zahlreiche Stadtverordnete und Parteimitglieder, waren dazu in den Oldenburger Schützenhof gekommen. Im Gegensatz zu Scharbeutz ist Voigt hier allerdings auch der einzige Bewerber. Die Mehrheit der abgegebenen Stimmen reicht für ihn, um für weitere sechs Jahre die Geschicke der Stadt als Verwaltungschef zu leiten.

Vor knapp sechs Jahren hatte Voigt sich in einer Kampfwahl gegen Andreas Bigott knapp durchgesetzt. Damals sei das Ansehen der Stadt bei Wirtschaft und Politik „auf dem Nullpunkt gewesen“, sagte Voigt. Nun werde Oldenburg „wieder ernst genommen“. Man arbeite heute nicht gegeneinander, sondern miteinander, so Voigt.

In einer fast weihnachtlich harmonischen Atmosphäre bei Kerzenschein präsentierte sich Voigt in den folgenden Minuten vor allem als Macher. Er versuche seine Vorschläge „mit guten Argumenten durchzubringen“. Das klappe fast immer, sagte Voigt, um dann aber gleich wieder einzuschränken, dass die Erfolge in den sechs Jahren seiner bisherigen Amtszeit gemeinschaftlich gelungen seien. In seinem Rückblick zählte der Verwaltungschef eine Reihe von Erfolgen auf, die ihm gelungen seien: Dazu zähle die gute Kita-Situation, die Schulen mit ihrer Schulsozialarbeit oder das Gymnasium mit den neuen Räumen und der Mensa, der Straßenausbau und Sanierungsmaßnahmen sowie Erfolge für die Sportsituation der Stadt wie die Übergabe der alten Sporthalle an das Judoteam und der Kunstrasenplatz.

Unternehmen am Voßberg oder am Sebenter Weg hätten expandiert und Arbeitsplätze geschaffen, andererseits habe die Stadt aber auch durch den Wegfall der Zulassungsstelle und die bevorstehende Schließung des Katasteramtes Arbeitsplätze verloren. Der Bürgermeister verwies aber auch auf die Erfolge in der Jugendarbeit und seine Initiative zu einer externen Untersuchung der Personalausstattung der Verwaltung. Auch das habe er „kurzfristig umgesetzt“.

Zukünftige Herausforderungen sieht Voigt in erforderlichen Anpassungen des Kita- und Krippenangebotes in der Stadt an die sich verändernden Bedürfnisse, in der Weiterentwicklung der Schulen, in der städtischen Infrastruktur sowie in neuen Gewerbegebieten an der Autobahn und der Beltquerung.

Er sei nicht überzeugt, dass die Beltquerung einen Entwicklungssprung für Wagrien bringen werde. Aber nicht darauf vorbereitet zu sein, wäre sträflich, betonte Martin Voigt nachdrücklich.

Volle Unterstützung für den Amtsinhaber
Martin Voigt bleibt für weitere sechs Jahre Oldenburgs hauptamtlicher Bürgermeister, wenn er am Sonntag, 22. September, die Mehrheit der abgegebenen Stimmen bekommt. Eine Mindestzahl an Ja-Stimmen ist nicht erforderlich. Für seine Kandidatur hat Voigt die Unterstützung aller Oldenburger Parteien und Wählervereinigungen bekommen.

Holger Marohn

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