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Ostholstein 40 Millionen Euro für die Marine
Lokales Ostholstein 40 Millionen Euro für die Marine
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18:00 08.11.2018
Die Hafenanlage der Neustädter Marine-Kaserne wird in den kommenden Jahren saniert. Quelle: Markus Billhardt
Neustadt

 Die Neustädter Bundeswehr-Kaserne ist eine der fünf großen Ausbildungsstandorte der Marine und braucht eine funktionstüchtige Pier. Die 1936 errichtete Anlage ist aber in die Jahre gekommen. Eine Brücke ist wegen Einsturzgefahr gesperrt und die Spundwände weisen erhebliche Korrosionsschäden auf. Vorarbeiten für eine umfangreiche Sanierung haben bereits begonnen.

Begutachten den Plan für die Sanierung der Hafenanlage in der Marine-Kaserne Neustadt (v. l.): Bürgermeister Mirko Spieckermann, Kommandeur Kapitän zur See Eckhardt Menzel, Henning Skuppin vom Landesbetrieb für Küstenschutz und Fregattenkapitän Jan von Häfen vom Kompetenzzentrum Baumanagement der Bundeswehr. Quelle: Markus Billhardt

„25 Jahre wurde bei der Bundeswehr gestrichen, gestreckt und geschoben. Das ist nicht spurlos an der Kaserne vorbeigegangen“, sagt der Kommandeur des Einsatzausbildungszentrums Schadensabwehr, Kapitän zur See Eckhardt Menzel. Nun spüre man die Trendwende bei Ausrüstung, Personal und Finanzmittel: „Mit Schwung und Ansage machen wir jetzt was.“ Und es lohne sich, hier auf dem Wieksberg Geld zu investieren.

Aufwertung der Hafeneinfahrt

Der vordere Teil der Pier, eine mittlerweile marode Holzbrückenkonstruktion, diene als Wellenbrecher und sei auch für den Kommunalhafen von Bedeutung, damit dieser nicht versande, erläutert Menzel. Außerdem gebe eine Aufwertung als angenehmer Begleiteffekt ein besseres Bild bei der seeseitigen Einfahrt nach Neustadt ab. Die anstehenden Maßnahmen freuen Bürgermeister Mirko Spieckermann: „Das ist ein gutes Zeichen. Der Standort der Bundeswehr ist wichtig für uns.“

Bauherr in der Kaserne ist das Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr mit dem zuständigen Kompetenzzentrum Baumanagement aus Kiel. Teamleiter Fregattenkapitän Jan von Häfen erläutert: „In 108 Liegenschaften, darunter fünf Häfen, werden 953 laufende oder geplante Baumaßnahmen mit einem Gesamtvolumen von über 1,5 Milliarden Euro von uns betreut.“

25 einzelne Baumaßnahmen

In Neustadt werden 40 Millionen in 25 einzelne Baumaßnahmen investiert. „Das beginnt bei einer kleinen Brandschutztreppe über den Neubau der Sporthalle bis hin zur Sanierung der Hafenanlagen für etwa 22 Millionen Euro als Schwerpunkt. Für den Bürger ist diese Großbaustelle wohl am sichtbarsten“, erklärt von Häfen. Mit der Umsetzung des Projekts im Marinestützpunkt ist der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN) beauftragt.

Vorbereitende Maßnahme für die Sanierung: Probebohrungen am Pier der Neustädter Kaserne. Quelle: Markus Billhardt

„Es haben bereits Probeuntersuchungen begonnen, die Aufschlüsse über den Baugrund und die Statik geben sollen“, erläutert Henning Skuppin, Sachbereichsleiter des LKN für Marine-Häfen. In knapp einem Jahr würde dann mit der Errichtung einer neuen – etwa 80 Meter langen – Wellenschutzwand gestartet werden. Anschließend werde in einem zweiten Bauabschnitt auf 450 Metern entlang des Kais in gleicher Bauweise wie der Wellenbrecher eine neue Spundwand gerammt. Außerdem seien neue Versorgungskanäle sowie Betonschwimmstege für kleinere Einheiten vorgesehen.

Die Hauptbaumaßnahmen sind bis 2022 geplant. Henning Skuppin verdeutlicht, dass in der Zeit Rammlärm unvermeidbar sei. Diese Arbeiten würden aber im Tagesbetrieb und auch nicht permanent erledigt. Wie das Bundesamt betont, werde es fortlaufend über den Stand der Sanierung informieren.

Markus Billhardt

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