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Ostholstein Bundesverkehrswegeplan und die Folgen
Lokales Ostholstein Bundesverkehrswegeplan und die Folgen
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20:22 01.12.2016

23. Sitzung des Dialogforums zur festen Fehmarnbeltquerung im Gewerbezentrum Oldenburg: Im Mittelpunkt stand gestern der Bundesverkehrswegeplan 2030 mit seinen Auswirkungen auf die deutsche Schienenanbindung zwischen Puttgarden und Lübeck. Im Bundesverkehrswegeplan sind die Infrastrukturprojekte bewertet und finanzielle Aufwendungen fixiert. Verabschiedet wird er heute in Berlin.

Zu diesem Thema referierte Jürgen Papajewski vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) im Gewerbezentrum. „Gültig ist der Bundesverkehrswegeplan für zehn bis 15 Jahre.“ Er ist eine wichtige Vorstufe, damit letztendlich das Baurecht erteilt werden kann. Neuigkeiten für die Region hatte Papajewski allerdings nicht im Gepäck. Klar ist: In Berlin wird über die 200-Stundenkilometer-Trasse (die LN berichteten) entschieden. Und es werden Fakten geschaffen. Die Bahn hatte bereits angedeutet, dass diese Geschwindigkeit nur auf dem Neubauabschnitt der Trasse realisiert werden könne.

Ein weiterer Schwerpunkt der Sitzung war der Bericht des dänischen Bahninfrastrukturunternehmens Banedanmark über die dänischen Vorstellungen zum Nahverkehrskonzept. Banedanmark ist für die dänische Schienenanbindung von Ringsted nach Holeby und von dort nach Fehmarn verantwortlich – außerdem für die Trasse von Kopenhagen nach Fehmarn. Während der Bauphasen müssen in Dänemark wie auch auf deutscher Seite Abschnitte der Trasse gesperrt werden.

Die feste Fehmarnbeltquerung ist aber nur ein Mosaiksteinchen für dänische Schienen-Investitionen. Das Land modernisiert momentan nahezu das gesamte in weiten Teilen marode Schienennetz. In diesem Zug investieren auch viele Kommunen. Wie etwa in Universitäten, Kliniken und andere Infrastrukturprojekte. Die Dänen legen vor.

Dialogforumssprecher Dr. Christoph Jessen erklärte mit dem Fokus auf Ostholstein: „Wir müssen als eines von vielen Dialogforen in Deutschland konkrete Ergebnisse ins Auge fassen.“ Es ginge nicht allein um die Frage, ob die Querung komme. Vermehrt im Fokus stünde nun die Umsetzung, damit in der Region die verträglichste Trasse realisiert werde.

Hierfür wurde inzwischen der Projektbeirat installiert, dessen Sprecher Thomas Keller gestern erste Schritte skizzierte. Dabei geht es um konkrete regional begründete Forderungen – wie den Lärmschutz an der Trasse. pm

LN

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