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Ostholstein Bungsberg: Doch keine Lösung?
Lokales Ostholstein Bungsberg: Doch keine Lösung?
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22:56 30.11.2016
Der Bungsberg gilt als kleinstes Skigebiet Deutschlands. Der Berg ist 167,4 Meter hoch und die Piste etwa 200 Meter lang. FOTO: BINDER
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Schönwalde

Beide Parteien – die Eigentümerfamilie Schnoor und der Zweckverband Bungsberg – werfen einander gegenseitig vor, die Verhandlungen zu blockieren. Und das, obwohl Peter Harry Carstensen vor zweieinhalb Monaten als Vermittler eine Einigung im Streit um das Skigebiet verkündet hatte (LN berichteten).

Jetzt haben die Besitzer den ehemaligen Ministerpräsidenten nochmals um Hilfe gebeten. Carstensen äußerte sich höchst verärgert. Er wolle noch keine Schuldzuweisungen machen, sei aber stinksauer. Der Ex-Regierungschef will nun zunächst mit dem Zweckverband sprechen. So soll es schnell zu einer Einigung kommen und Skifahren soll in dieser Saison noch möglich werden. Die Einigung, die Schlichter Carstensen vor zweieinhalb Monaten verkündet hatte, sah vor, dass das drei Hektar große Areal an den Zweckverband verpachtet werden soll. Dafür hätte die Eigentümerin des Gebietes 1500 Euro bekommen. Allerdings mache der Zweckverband immer neue Vorgaben, sagte die Besitzerin dem NDR. So soll die Laufzeit von zehn auf drei Jahre verkürzt werden. Eine Vertreterin des Zweckverbandes weist die Vorwürfe zurück, man habe drei gute Angebote gemacht.

Aus Sicht des Zweckverbandes ist die Besitzerin das Problem: Sie stelle immer neue Bedingungen. Eine Lösung vor Wintereinbruch ist nicht in Sicht. Und das bedeutet, so lange es keinen Deal gibt und keinen Betreiber, gibt es auch keinen Skilift auf dem Bungsberg.

Der Bungsberg gilt als kleinstes Skigebiet Deutschlands. Der Berg ist 167,4 Meter hoch und die Skipiste etwas mehr als 200 Meter lang. Sie hat ein Gefälle von 17 Grad. Jahrzehntelang hatte die Gemeinde Schönwalde den Ski-Lift auf der Weide der Eigentümerfamilie Schnoor aufgestellt. Doch dann fing der Streit zwischen Bürgermeister und Betreiberfamilie an. 2015 kündigte die Familie den Vertrag mit der Gemeinde.

LN

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