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Burgstaaken: Jetzt wird die Hafen-Westseite ausgebaut

Fehmarn Burgstaaken: Jetzt wird die Hafen-Westseite ausgebaut

Die Spundwand weist erhebliche Schäden auf. Stadt Fehmarn will zunächst 1,8 Millionen Euro investieren. Der Förderantrag beim Land soll bis November gestellt werden.

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Die westliche Seite des Hafens Burgstaaken wird ausgebaut, dann verschwinden auch die provisorisch ausgelegten Stahlplatten.

Quelle: Foto: M. Kirchner

Burgstaaken a.F. In einer Art provisorischer Selbsthilfe wurden vor einiger Zeit schon schwere Stahlplatten auf den Anlandebereich am Kai gelegt, so marode ist der Untergrund an dieser Stelle auf der Westseite des Hafenbeckens. „Kein Zustand“, so befand jetzt auch der Stadtwerke- und Hafenausschuss in seiner Sitzung und gab einstimmig grünes Licht für den schon lange fälligen und geplanten Ausbau dieses Bereichs im Kommunalhafen Burgstaaken.

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Der oben liegende Bereich zeigt das auszubauende Hafengelände.

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Das Vorhaben, das insgesamt rund vier Millionen Euro kostet, wurde in zwei Abschnitte eingeteilt, die Realisierung des ersten Teils, der so genannten „Westmole“, steht jetzt unmittelbar bevor. Dafür will die Stadt Fehmarn rund 1,8 Millionen Euro in die Hand nehmen.

Schon im Frühjahr 2012 hat die Stadt einen Wettbewerb ausgeschrieben, der sich unter anderem mit der Überplanung des Hafengeländes befasste. Den Zuschlag erhielt damals das Planungsbüro Benthien aus Neustadt, das seine Vorstellungen bereits ausführlich dargelegt hat (die LN berichteten). Möglichst im April 2014 soll es nun losgehen. Burkhard Naß, Leiter des Fachbereichs Bauen und Häfen bei der Stadt Fehmarn, der das Vorhaben jetzt noch einmal vor dem Stadtwerke- und Hafenausschuss erläuterte, rechnet mit einer Bauzeit von etwa einem Jahr, so dass der Abschnitt „Westmole“ voraussichtlich im März 2015 abgeschlossen sein wird. Neben der längst fälligen Sanierung der Spundwand soll die Maßnahme an der etwa 160 Meter langen Uferlinie auch sonst der Verbesserung der Anlandebedingungen für die Fischer dienen, erläutert Burkhard Naß.

Es sollen neue Anlegestellen geschaffen werden und an Land Park- und Materialbedarfsflächen. Wie in anderen Häfen soll auch ein Multifunktionsgebäude entstehen, in dem Fischereierzeugnisse direkt vermarktet werden können. Gedacht ist auch an einen Aufenthaltsraum. „Den Fischern wird durch die Umgestaltung dieses Bereichs ihre Arbeit erleichtert und sie erhalten die Möglichkeit, ihre Produkte besser zu vermarkten“, erklärt Naß. Außerdem sei anzunehmen, dass auch andere Berufszweige wie Gastronomie und Einzelhandel sowohl in Hafennähe als auch auf der gesamten Insel von der gesteigerten Attraktivität des Hafens profitieren werden, fügt der Fachbereichsleiter hinzu.

Der Landesbeirat der Aktivregion Fehmarn-Wagrien hat der Maßnahme bereits zugestimmt und eine Förderung befürwortet. Da die touristischen Fördermittel aus dem Zukunftsprogramm Wirtschaft jedoch ausgeschöpft sind und der Topf leer ist, hat Fachbereichsleiter Burkhard Naß das Projekt wegen seiner fischereiwirtschaftlichen Bedeutung beim Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume vorgestellt. Dort stehen die Zeichen gut, dass eine 50-prozentige Förderung gewährt wird.

Synergieeffekt zwischen Fischerei und Tourismus
Auf der vor einigen Jahren erneuerten Ostseite des Hafenbeckens in Burgstaaken werden die Touristen bereits mit Schautafeln über die Fischerei informiert. Mit dem nun angestrebten Ausbau der Westseite erhofft sich die Stadt Fehmarn einen weiteren Synergieeffekt zwischen Fischerei und Tourismus. So soll den Hafenbesuchern dort Gelegenheit geboten werden, den Fischern bei der Arbeit wie Löschen des Fanges, Filetieren und Verkauf der Fische oder beim Flicken der Fangnetze über die Schulter zu schauen.mk

Michael Kirchner

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