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Ostholstein CDU Dahme verhindert Bürgerentscheid
Lokales Ostholstein CDU Dahme verhindert Bürgerentscheid
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20:34 30.06.2017
Derzeit geschlossen: Bürgermeister Harald Behrens (DWG) zeigt die marode Technik des Strandspa-Bades. Quelle: Foto: Peter Mantik
Dahme

Ein Bürgerentscheid um die Zukunft des maroden und derzeit geschlossenen Schwimmbads in Dahme ist vorerst vom Tisch. Bürgermeister Harald Behrens von der Dahmer Wählergemeinschaft (DWG) hatte in der Gemeindevertretung unter Top 12 mit seiner Partei den Antrag gestellt, zur Zukunft des Bades einen Bürgerentscheid durchzuführen. Der Entscheid hätte am 24.

September parallel zur Bundestagswahl erfolgen können. Die CDU überstimmte mit sieben zu vier Stimmen den Antrag.

Arne Puck (CDU): „Mir fehlen zur Zeit selbst Informationen zu diesem Thema.“ Der Bürger wisse noch weniger. Behrens dazu: „Wir müssten die Bürger in öffentlichen Veranstaltungen informieren.“ Michael Krebs (CDU): „Wir sind dennoch gegen den Bürgerentscheid, wollen erst einmal Bilanzen sehen.“

Das Bad sollte dieser Tage wieder geöffnet werden. Allerdings wurde ein weiteres Leitungs-Leck entdeckt. Zum Erhalt des Bades für die kommenden Jahre seien umfangreiche Sanierungen in Höhe von etwa einer Million Euro notwendig – ohne dabei die Qualität des Bades steigern zu können.

In der Gemeindevertretung ging es auch um die Frage: Was passiert mit dem in die Jahre gekommenen Haus des Gastes? Im nicht-öffentlichen Teil wurde über die Veräußerung des Gebäudes beschieden. Die CDU votierte auch hier gegen den Kurs der DWG. Behrens: „Wir hätten einen Käufer, müssen das jetzt akzeptieren.“ Künftig käme man seiner Meinung nach nicht an diesem Schritt vorbei.

Die CDU hatte sich vorab darüber geärgert, dass Behrens das Haus des Gastes in der Fortschreibung des Infrastrukturentwicklungskonzeptes des Ostseeferienlandes als Entwicklungsfläche benannt hatte.

Michael Krebs (CDU) wollte jetzt wissen: „Ist dieses Papier bindend?“ Behrens: „Nein, es ist eine grobe Richtung.“ Weder besprochen noch entschieden sei, was auf dem Grundstück entstehen soll. Die Fortschreibung sei aber wichtig, um Fördermittel generieren zu können.

Das gab es auch noch: Ein Bürger erklärte in der Einwohnerrunde, es gebe Wohnungen, in denen eine Ferienvermietung nicht erlaubt sei, in denen aber ständig Urlauber ein- und ausgingen. Behrens:

„Darum muss sich die Verwaltung kümmern.“

Gefragt wurde auch, ob im Hamburger Hof – der seit Jahren leer steht – touristische Saisonkräfte wohnen könnten. Behrens: „Das Gebäude ist feucht und marode.“ Laut Bürgermeister würden viele Geräte auf den Spielplätzen ausgetauscht. Die Skateranlage sei in Teilen wieder fit, nächste Woche komme die große Halfpipe. Und: Angehoben wurden die Hebelsätze: Gewerbesteuer, Grundsteuer A und

B.

Peter Mantik

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