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Ostholstein Camping-Urlaub an der Ostsee: Freiheit, Idylle, Entspannung
Lokales Ostholstein Camping-Urlaub an der Ostsee: Freiheit, Idylle, Entspannung
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10:59 07.08.2016
Camperidylle mit Wohnwagen und Pagodenzelt in Lenste. Die Hamburger Dauercamper haben Besuch aus Bayern. Quelle: Mantik

Die Anderleits haben Besuch bekommen, Freunde aus Bayern sind eingetroffen. Die Kinder spielen im Garten, das gemütliche Frühstück ist beendet. „Das hier ist unser zweites Zuhause“, sagt Claudia Anderleit. Willkommen auf dem Camping-Platz „Ahoi“ in Lenste bei Grömitz.

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Ferien im Wohnwagen, Wohnmobil oder Zelt sind wieder sehr beliebt – Die einen suchen das kleine Abenteuer, die anderen erholsame Stunden ohne Zwänge.

„Wir sind wie eine eigene Stadt, hier gibt es alles.“ Dirk Wegner, „Ahoi“-Platzwart

„Wenn wir am Wochenende oder im Urlaub hierher kommen, sind die Getränke schon kalt“, erzählt der Hamburger Anderleit. „Das ist die pure Erholung, denn wir müssen nichts im Vorwege packen, der Reisestress fällt komplett weg.“ Bis zu sechs Gäste können sie zudem in ihrem Wohnwagen aufnehmen – und wie praktisch: Gleich nebenan haben die Eltern ihren Stellplatz, die Schwester nebst Familie gleich um die Ecke auch. Kinderbetreuung wird hier für gestresste Eltern zum Selbstläufer. „Die Kinder können sich frei bewegen, sogar selbst Brötchen holen, ganz anders als in der Großstadt“, erzählt Claudia Anderleit. Die direkten Nachbarn seien außerdem sehr tolerant, es herrsche große Rücksichtnahme bei allen. Nicht zuletzt sei ja auch die Ostsee ständig in greifbarer Nähe. „Was will man mehr?“, fragt Anderleit.

Platzwart Dirk Wegner, der sich selbst als „Mädchen für alles“ bezeichnet, sagt: „Wer mit dem Wohnwagen zwei Wochen zum Gardasee fährt, zahlt genau so viel wie bei uns für die gesamte Saison. Daher haben wir momentan großen Zuwachs.“ Dauercamper zahlen zwischen 1200 und 1800 Euro für den Ganzjahresstellplatz. 2000 Gäste sind momentan auf dem Gelände. Viele seien laut Wegner so zufrieden, dass sie den Platz während des Aufenthalts nicht mehr verlassen. „Wir sind eine eigene Stadt, hier gibt es alles, was man braucht.“ Die Gelassenheit auf dem Camping-Platz sei für viele Gäste reizvoll.

„Man kann sich hier leger kleiden, sogar mit freiem Oberkörper rumlaufen, denn es gibt keinen Dresscode.“ Hinzu kämen gemütliche Abende am Grill. „Niemand muss sich verstellen, man kann sich einfach mal bewegen, ohne über die Außenwirkung nachzudenken“, benennt Wegner Gründe, warum Camping „In“ ist.

Weiter südlich im Eutiner Naturpark-Camping Prinzenholz muss Familie Heilemann nicht lange überlegen, um den Reiz des Campens zu erklären. „Die Freiheit, die man hat“ – sie fällt Dirk Heilemann als erstes ein. „Viel Platz, viel frische Luft und man kommt leichter mit anderen ins Gespräch“, nennt er die weiteren Vorzüge. „Man ist sofort weg vom Alltag“, ergänzt Sohn David. Atlantiktiefs hin, Regenschauer her: Urlaub im Freien hat nichts von seinem Reiz verloren. „Die Erwachsenen kommen abends bei einem Glas Wein ins Gespräch, die Kinder schließen beim Fußball Kontakte“, schwärmt Antje Heilemann. Ein Pauschalurlaub käme ihr nicht in den Sinn, sagt sie. Die Familie schwört auf individuellen Sommerurlaub im Zelt mit vielen Radtouren und Ausflügen.

 Peter Mantik und Arnold Petersen

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