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Ostholstein Coole Holzklasse: Neues Skaterhotel "Bretterbude" kurz vor der Eröffnung
Lokales Ostholstein Coole Holzklasse: Neues Skaterhotel "Bretterbude" kurz vor der Eröffnung
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14:25 14.08.2016
Jens Sroka ist zuversichtlich, dass das Konzept seiner „Bretterbude“ aufgehen kann. Quelle: Fotos: Peter Mantik (5)
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Heiligenhafen

„Bretterbude“ und „Holzklasse“, viele Menschen assoziieren damit nicht unbedingt hohen Standard und innovatives Konzept. Hotelier Jens Sroka aber spielt mit diesen beiden Begriffen, inszeniert daraus eine moderne Erfolgsgeschichte in Heiligenhafen. Das Produkt ist ein in Deutschland einmaliges Hotel-Lebensgefühl.

Die „Bretterbude“ setzt auf einen neuen, jugendlichen Lifestyle – Zielgruppe: Surfer, Skater und junge Familien – Eröffnung am 26. August, große Sause 17. September.

Ein exklusiver Rundgang kurz vor der Eröffnung. „Dieses Projekt ist sehr spannend, weil es das so noch nicht gibt“, sagt Sroka. Doch an dieser Stelle wechseln wir von Sie in den Du-Modus, das gehört zum guten Bretterbuden-Ton dazu. Jens führt durch den Strandschuppen, wo zum Beispiel das Frühstücksbuffet mit Ostseeblick genossen werden kann. Von der Decke hängen schwere Tampen über den Tischen, an deren Enden Glühbirnen leuchten. „Wir hängen drei alte Ruderboote dekorativ unter die Decken“, sagt Jens, der ein Händchen für kreative Details und auch Wortspiele hat. Dies zeigt sich bereits an der Rezeption, von wo der Gast unter einem Garagentor, dass an der Decke befestigt ist, in einen Skater-Bereich gelangt. Dort gibt es drei Chillout-Ecken sowie als Clou eine Skater-Halfpipe.

Auch die Toiletten sind speziell. Die Urinale beispielsweise bestehen aus halbierten Bierfässern. Gleich nebenan geht es weiter zum Spa-Bereich der Drei-Sterne-Herberge, die simpel „Knet-Kammer“ heißt. Gestresster Surfer oder Skater kann sich hier die Muskeln wieder flott und geschmeidig kneten lassen. Der Rundgang zeigt, auf wie viele Details Jens mit seinem Team achtet. Da wären die Zweisitzer-Holz-Badewannen, die St. Pauli- oder Skater-Butze mit echter Halfpipe (!), oder die Spelunke, wo sich der Gast sein Bier selbst am Tisch zapfen kann.

Holzklasse nennt Jens sein Hotel auch, weil die Fassade aus echtem Holz ist. „Wir haben teure Hölzer verwendet. Die werden mit der Zeit richtig verwittern.“ Die Bretterbude werde äußerlich künftig „zum Teil fies“ aussehen, sei jedoch vom Bau auf den Quadratmeter gerechnet kostspieliger als das Vier-Sterne-Beach-Motel und innen werde „ohnehin ein eigenes Programm gefahren“.

Kritikern, die die Gebäude zu massig oder auch wegen fehlender Balkone ähnlich einem Gefängnis finden (Facebook-Posts) sagt Sroka: „Das steht jedem frei und ich kann es auch verstehen. Aber ich muss wirtschaftlich denken. Ich bin auch überzeugt, dass hier am Ende ein schönes Ensemble stehen wird.“ Angesprochen auf die Uferschwalbenkolonie, die während der Bauarbeiten zerstört wurde, sagt Sroka:

„Wir unterstützen den Naturschutz, planen zusammen mit Stadt und Nabu, ein Graswarder-Informationszentrum zu bauen.“ Auch sollen Hotel-Gäste auf das Naturschutzgebiet aufmerksam gemacht werden.

Zunächst aber stehen die Abschlussarbeiten an, und schließlich gilt es nebenan das „Beach-Motel“ bis zum 22. Dezember fertig zu stellen. Im März kommenden Jahres sollen auch alle Apartmenthäuser bewohnt sein. „Ich bin selbst überrascht, wie schnell wir vorankommen“, sagt Jens zum Abschied. Am 26. August reisen die ersten Bretterbuden-Gäste an und am 17. September steigt die große offizielle Eröffnungs-Sause. Zur Holzklassenschau haben sich Magazine wie „Bunte“ und „Gala“ angekündigt. Auch das dürfte für Heiligenhafen eine neue Klientel sein.

• Infos bei Facebook/Bretterbude

 Peter Mantik

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