Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Ostholstein Crash-Test für Brot und Brötchen
Lokales Ostholstein Crash-Test für Brot und Brötchen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:13 06.07.2017
Qualitätsprüfer Michael Isensee (l.) schaut sich Brot- und Brötchen ganz genau an. Wer die volle Punktzahl erreichen will, muss alle sechs Kriterien erfüllen, vor allem das Aroma muss stimmen. Das sieht auch Bäckermeister Manfred Klausberger aus Eutin so und unterstützt den Prüfer bei seiner Aufgabe. Quelle: Foto: Billhardt
Heiligenhafen

Seit 20 Jahren bereist Michael Isensee als Qualitätsprüfer im Bäckereihandwerk ganz Nord- und Mitteldeutschland. Er testet Brote, Brötchen und Stollen.

Gestern und heute ist er in Heiligenhafen in der Filiale des Inselbäckers im Edeka-Markt zu Gast und untersucht 120 Produkte von zehn Betrieben aus dem Bereich Ostholstein/Plön.

Bei der Brot- und Brötchenprüfung wird die Qualität anhand von sechs Kriterien auf den Prüfstand gestellt. Es geht ums Aussehen, Krusteneigenschaften, Krumenbild, Elastizität, Geruch und Geschmack.

„Wobei ich lieber von Aromen spreche, denn die Geschmäcker sind verschiedenen, aber über das Aroma lässt sich reden“, erklärt Michel Isensee beim LN-Gesprächstermin.

Und dieses Kriterium – das Aroma – gebe auch die meisten Punkte. 30 Prozent in der Gesamtbewertung. „Insgesamt können 100 Punkte erreicht werden und die sind gar nicht so selten“, sagt Bäckermeister Isensee.

Gerade wird Isensee von Bäckermeister Manfred Klausberger aus Eutin, der ihm bei der Prüfung zur Seite steht, ein neues WeltmeisterBrötchen gereicht. „Ich schaue, ob es gleichmäßig bestreut und gebräunt ist, wie es sich schneiden lässt, ob es eventuell zu trocken gebacken wurde und wie beim Drücktest der Teig wieder herausfedert“, erklärt Isensee seine Prüfkriterien. Wenn die Nase dann schon zu viel Hefe oder Säure riecht, würden bereits die ersten Punkte abgezogen werden. Das Ziel der Prüfung sei auch, Bäckereien dabei zu helfen, ihre Backwaren zu verbessern, um ihren Kunden erstklassige Qualität zu bieten. „Aber wir wollen auch schauen, wie es die Kollegen machen“, erzählt Inselbäcker Helmut Börke, der gleichzeitig stellvertretender Obermeister der Innung ist.

„Natürlich freut man sich, wenn alles in Ordnung ist, aber auch aus Fehlern kann man lernen.“ Etwas schade findet Isensee, dass in der Regel nur rund 50 Prozent der Bäckereien aus dem Gebiet dabei seien. Dennoch ist er an diesen beiden Prüftagen gut ausgelastet.

Die Ergebnisse stehen im Internet unter www.brotinstitut.de.

Markus Billhardt

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Fischkutter-Korso als Highlight – 18 Uhr offizielle Eröffnung.

06.07.2017

HVB-Geschäftsführer Manfred Wohnrade zufrieden – Antrag gegen Niclas Boldt zurückgewiesen.

06.07.2017

Zeltdisco, Kinderfest und Festkommers.

06.07.2017