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Ostholstein DJH stellt Jugendherberge in Eutin auf den Prüfstand
Lokales Ostholstein DJH stellt Jugendherberge in Eutin auf den Prüfstand
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21:13 29.09.2017
Dieses Modell einer Jugendherberge (rechts) wurde 2013 vom DJH in Eutin präsentiert. Der Bau war als Pendant zur Opernscheune geplant. Für das Areal hat die Stadt Eutin einen Bebauungsplan aufgestellt und damit die Vorbedingungen für einen Bau geschaffen. Quelle: Fotos: Benthien

Für eine Machbarkeitsstudie, die dies klären soll und darüberhinaus Bedingung für das Beantragen von Fördergeldern ist, setzt das DJH auf Unterstützung der Aktiv-Region Schwentine-Holsteinische Schweiz. „Nach der zwangsweisen Aufgabe der alten Jugendherberge auf der Jahnhöhe 2007 wollten wir immer daran anknüpfen und in Eutin wieder ein Haus eröffnen“, sagte Nordmark-Geschäftsführer Helmut Reichmann den Mitgliedern der Aktiv-Region.

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Auf eine neue Jugendherberge wird Eutin im besten Fall noch eine Zeit lang warten müssen. Der Landesverband Nordmark des Deutschen Jugendherbergswerks (DJH) will zunächst ausloten lassen, welche Marktchancen das Haus am geplanten Standort Bauhof überhaupt hätte.

Das Bauhofgelände gegenüber der Opernscheune sei „potenzieller, favorisierter Standort“ mit seiner Nähe zum Schloss und zum See. Für das DJH habe auch von Anfang an klar die Überschrift „Kultur“ über einer dort angesiedelten Jugendherberge gestanden. „In der Opernscheune gibt es einen großen Probensaal, der an den meisten Tagen des Jahres nicht genutzt wird“, sagte Reichmann und ließ Raum für Spekulationen. „Wir wollen auch ganz unumwunden bei den Eutiner Festspielen klauen: Der Slogan ,Kultur trifft Natur’ passt auch bei uns.“

Der Verband benötige für die Jugendherberge ein alleinstellendes Profil. Das sei für mögliche Förderungen relevant, da künftig ausschließlich ganzheitliche Konzepte und keine reinen Bauprojekte gefördert würden, heißt es vom DJH. Natürlich lege man auch Wert darauf, das eigene Geschäft zu befruchten und keine Konkurrenzsituation zu bestehenden Jugendherbergen in Malente, Scharbeutz oder Plön zu schaffen. „Wir brauchen auch eine verlässliche Nachfrage für einen Standort Eutin. Und wir müssen diese nachweisen“, erläuterte Helmut Reichmann den Aktiv-Region-Mitgliedern.

Mit der Stadt Eutin sei der Landesverband Nordmark daher übereingekommen, ein externes Beratungsbüro mit der Erstellung einer Studie zu beauftragen. Sie soll gegenwärtige und zukünftige Marktchancen für eine Jugendherberge am Standort Bauhof untersuchen und feststellen, welche Ausrichtung, welches inhaltliche Konzept und welche Zielgruppenfokussierung geeignet sind. Daraus wiederum erlauben sich Rückschlüsse auf die Wirtschaftlichkeit und die für das DJH – und die Stadt – entscheidende Frage: „Ist das angestrebte Jugendherbergsprojekt am Standort Eutin in Hinblick auf Umfang, Standard und Kapazitäten wirtschaftlich machbar und sinnvoll?“

30000 Euro soll eine Machbarkeitsstudie kosten. 80 Prozent der Summe möge die Aktiv-Region übernehmen, hoffen DJH und Stadt Eutin, die sich den Rest teilen wollen. Die Aktiv-Region wird voraussichtlich in ihrer nächsten Sitzung am 8. November darüber entscheiden. Ihr Vorsitzender Joachim Schmidt ist guter Dinge, auch in Hinblick auf eine eventuelle Unterstützung des Bauvorhabens:

„Wir sind ein Positiv-Verein und stimmen immer gern zu, wenn es in unsere Förderkulisse passt.“ Der Bürgermeister der Gemeinde Bösdorf schwärmt geradezu für den ins Auge gefassten Standort zwischen Torhäusern und Opernscheune: „An den Bauhof passt sie ganz wunderbar hin.“

Circa 7,2 Millionen Euro kalkuliert das DJH für eine Jugendherberge in Eutin. Angedacht sind 160 bis 180 Betten.

Von Ulrike Benthien

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